Episode 28 - Wie Schulbegleitungen Sozialkompetenz fördern können
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:08: Keiner lässt ja ein Verhalten los, mit dem er erst mal Erfolg hatte oder was er für sich etabliert hat.
00:00:13: Das Gehirn neigt immer dazu Dinge die es selbst konstruiert hat, Lösungen die es sich irgendwie hergestellt hat festzuhalten und erst wenn etwas anderes Attraktives da ist dann ist man auch bereit das zu verändern.
00:00:29: Wir müssen als Trainer einfach sehr fit sein zu erkennen wo jedes Kind eben steht und wo deren Entwicklungsmöglichkeiten Und da versuchen wir die natürlich auch dann abzuholen und weiter zu bestärken, zu unterstützen.
00:00:46: Da auch dran zu bleiben oder auch mal was hervorzukitzeln, was sie selber noch gar nicht so
00:00:50: sehen.".
00:00:53: Ihr hört Klassenklima – der Talk über Schulbegleitung von der SAB-Ruhr.
00:00:57: In diesem Podcast reden wir darüber, was es bedeutet und braucht um Schulbegleiter zu sein.
00:01:02: Hürden, Kontroversen und Erfolge?
00:01:05: All das bespreche ich.
00:01:06: Fee als freie Journalistin diesmal mit Layla und Gabi Leila hat soziale Arbeit studiert und gab die Sozialwissenschaften.
00:01:14: Gemeinsam haben sie damals ein Anti-Gewalttraining entwickelt, das haben sie erst mal nebenberuflich gemacht.
00:01:20: Heute haben sie vier verschiedene Angebote.
00:01:23: Ein großes ist das Sozialkompetenztraining.
00:01:26: über dieses Training werden wir heute auch vorwiegend reden.
00:01:29: aber Sie arbeiten mit Kindern Jugendlichen und auch Erwachsene.
00:01:35: Wenn man mit Kindern gut arbeiten möchte dann geht eigentlich kein Weg daran vorbei dass man sich das Familiensystem anschaut Weil die Kinder sind ja in der Regel eigentlich einfach nur die Symptomträger, die dann kommen und werden von den Eltern bei uns irgendwie abgeliefert.
00:01:51: Und wir sollen dann schauen dass wir mit denen arbeiten und das da die Probleme gelöst werden.
00:01:54: aber die Frage ist immer wo ist es entstanden?
00:01:56: Wo kommt das her?
00:01:56: Das hat immer viel mit Prägung zu tun, das hat mit Familie zu tun und deswegen geht für uns auch kein Weg daran vorbei sich das ganze Familiensystem anzuschauen.
00:02:04: Dann ist das wieder sehr nachvollziehbar warum das gehen so unterwegs ist.
00:02:09: Ja, das ist dann also genau.
00:02:10: ich hab auf eurer Webseite geschaut.
00:02:11: Ihr habt ja jetzt sehr viele Angebote mittlerweile.
00:02:14: Vier?
00:02:14: Vier!
00:02:15: Ja aber es ließ sich als viel.
00:02:20: Das heißt genau ihr macht ja Familientherapie, aber ihr macht auch speziell nur Elternkurse, Elternangebote.
00:02:26: Eltern Trainings Genau.
00:02:28: Wie sieht das so aus?
00:02:30: Ja im Prinzip ist es so ähnlich wie das Gruppenangebot für die Kinder und Jugendlichen.
00:02:36: da kommen Eltern zusammen die alle Kinder haben ein auffälliges Sozialverhalten zeigen, die Hilfe und Unterstützung brauchen dabei.
00:02:47: Die treffen sich da und bekommen Raum miteinander zu sprechen, Dinge miteinander zu teilen, einander aber auch zu helfen weil häufig fehlt den Eltern auch die Unterstützung von anderen.
00:02:59: denken sie wir sind hier mit unseren Themen und unserem Problem alleine und da treffen Sie eben tatsächlich auf andere die einfach ähnliche Themen haben.
00:03:07: Die können sich da echt austauschen, das ist ein großer Teil.
00:03:10: und dann kommen natürlich auch noch Ressourcenübungen dazu.
00:03:14: wie kann ich an meiner Haltung als Eltern arbeiten?
00:03:17: Wie kann ich mich auch selber stärken?
00:03:20: was ist wichtig dafür und ja da arbeiten wir eben im Prinzip mit den Eltern zusammen dass sie am Ende sagen ja irgendwie wir gehen hier gestärkt raus im Prinzip das ist das Ziel.
00:03:34: Oder auch so ein Bewusstsein.
00:03:35: Ein Bewusstwerden von dem, was passiert eigentlich?
00:03:38: Wie bin ich geprägt worden und was gebe ich weiter unbewusst oder was ist mir ganz wichtig und was möchte ich unbedingt anders machen und bin dann vielleicht auch drüber.
00:03:47: Dass da einfach eine Idee entsteht.
00:03:50: Weil ihr das jetzt angesprochen habt dass teilt es ja die Kinder dann abgeladen werden oder die Eltern kommen und merken ok ich bin vielleicht selber auch nicht das beste Beispiel oder das beste Vorbild immer Verhalten überhaupt problematisch, weil ich sage mal so Streit in der Familie haben ja sehr viele und ich glaube auch dass ungünstige Streiten oder Diskutieren, fehlende Feedback-Kultur oder auch schlechte Kritikfähigkeit das erstmal viele Familien haben.
00:04:23: Oder viele Menschen also unabhängig in welchen Konstrukturen beziehung wann wird das denn ein Problem?
00:04:33: Ich glaube häufig ist es so dass es zum Problem wird, wenn die Kids in andere Systeme kommen.
00:04:39: Wenn sie aus dem Familiensystem rauskommen, z.B.
00:04:43: im Kindergarten oder in weiterführenden Schulen und den Kids dort nicht gelingt sich an die bestehenden Regeln zu halten dann werden Eltern schon mal schneller aktiv als sonst von sich aus kommen müssten im Prinzip.
00:05:08: Oder aber wenn das Familienleben nicht mehr ertragbar ist oder
00:05:10: dann
00:05:11: haben wir auch, dass wir Familien haben oder Eltern die uns anrufen und sagen es ist nicht mehr träglich, das ist fürchterlich.
00:05:17: Wir haben ja ständig Konflikte hier werden Türen geknallt.
00:05:21: mein Kind ist mich angegangen all solche Dinge.
00:05:25: aus den Schilderungen kam mir zuerst der Gedanke da kommen Kinder und Jugendliche in das sozial Kompetenztraining die ein sehr nach außen gerichtetes auffälliges Verhalten haben gegebenenfalls mit Schreien, Hauen also körperlichen Auseinandersetzungen.
00:05:38: Aber das muss gar nicht so sein!
00:05:40: Es sind auch Kinder dabei die Angststörungen haben – die aufgrund einer Erkrankung lange im Krankenhaus waren und und und.
00:05:47: Mit diesen unterschiedlichen Kindern sieht das Sozialkompetenztraining in der Gruppe dann ungefähr so aus.
00:05:54: Also überall wo, glaube ich, Sozialkompetenz oder Antikewalttraining ist gegeben werden, sind das ähnliche Strukturen, haben wir das gerade jetzt nicht neu erfunden?
00:06:01: Aber warum es im Wesentlichen geht und das ist vielleicht, was so Trings auch noch mal besonders macht.
00:06:05: Ist dass wir den Blick sehr auf das gerichtet haben, was wir glauben, was hilfreich ist.
00:06:09: Es geht um Begegnung, es geht um Verbindung.
00:06:12: Und das meiste oder das Schlimmste ... Oder das, was am schwierigsten für die Kinder ist, wenn sie das Gefühl haben, dass sie so unverbunden sind mit anderen, dass es zu Hause nicht gut läuft?
00:06:25: Das ist eigentlich das, sozial schwieriges Fall sehr begünstig.
00:06:29: Menschen, die gut verbunden sind und das Gefühl haben dass sie eingebettet sind in deiner Gemeinschaft und da auch eine gute Rolle haben und sich gesehen fühlen.
00:06:36: Die zeigen kein auffälliges Verhalten und wir versuchen einfach einen Raum zu schaffen wo die Kinder zusammenkommen sich kennenlernen als Gruppe zusammenwachsen ihre Rolle finden zwei manchmal auch drei Trainer haben.
00:06:50: wo sie das Gefühl habe das sind Erwachsene diese fit diesen kompetent.
00:06:53: Da kann ich mich anlehnen den kann Ich vertrauen.
00:06:55: die geben ein Raben indem in denen kann ich mich einlassen.
00:06:59: Wenn das gegeben ist, dann können Kinder echt wachsen.
00:07:01: Dann machen die eine Erfahrung, die heute nicht mehr ganz so häufig gemacht wird.
00:07:05: Wo es einfach nur darum geht im Miteinander weil wir glauben dass alles was schwierig ist auch nur in Verbindung in Beziehung mit dem miteinander wieder heile werden kann.
00:07:15: Das heißt aber ich glaube das ist für viele vielleicht schwer vorstellbar.
00:07:20: man hat dann so ne Gruppe Nur von Kindern Ich sage erst mal in Anführungszeichen, irgendwie ein auffälliges Verhalten haben oder was eben wie jetzt nicht in die Norm- oder Gesellschaft passt.
00:07:30: Und ich glaube viele kriegen ja schon Horror wenn sie an Schulklassen denken wo ja auch Kinder mit nicht auffällenem Verhalten sind.
00:07:36: Wie funktioniert das dann?
00:07:38: Wenn man dann auf einmal so eine Gruppe hat und alle haben ja ihr Päckchen da zu tragen aus verschiedenen Gründen und dann muss man... ist Begegnung auch noch das Wichtigste?
00:07:45: aber möchte dann auch noch unbedingt dass die irgendwie alle miteinander interagieren.
00:07:51: Das soll er dann nicht claschen.
00:07:55: Also das kommt vor, dass es da Konflikte gibt.
00:07:58: Das kann man gar nicht ausschließen.
00:08:00: aber das Erstaunliche ist in Schulklassen gibt es ja auch immer Kids die ganz gut ins Spur sind und dann gibt es mal so einige die für Unruhe sorgen und zu uns kommen alle die permanent eigentlich entweder für Unrohersaugen oder Themen haben wie du schon sagst.
00:08:15: Und wenn sie sich aber in einer neuen Gruppe finden, dann nehmen wir auch neue Rollen ein.
00:08:19: also wenn Geht's in einer Gruppe haben, dann sind nicht mehr alle fünfzehn plötzlich total aufhäßt.
00:08:25: Sondern die Gruppe strukturiert sich wie sich jede Gruppe Strukturiert von denen auffällig werden und plötzlich irgendwie acht relativ entspannt und laufen mit und schauen.
00:08:35: Und ich glaube was ich auch Was sehr fürs Ruhe sorgt wenn sie das Gefühl haben dass Sie den Trainer vertrauen können Wenn sie das gefühlen haben die haben das hier im Griff Ich brauche das gar nicht regeln.
00:08:45: Die klären da schon die entscheiden gut die entscheiden fair die sehen das alle die blicken das alles was hier passiert Und das ist auch, was das Wesentliche ist.
00:08:53: Es hängt sehr davon ab wie gut die Trainer aufgestellt sind und wie erfahren sie sind, wie präsent sie sind.
00:09:01: Das ist auch das worum es ganz viel geht, dass wir eine Präsenz versuchen auszuschreiben wo die Kinder das Gefühl haben okay ich kann mich einlassen und wenn ich mich zurücknehme der regelt das hat viel mit Vertrauen zu tun.
00:09:11: Das Training ist inhaltlich auch so gestaltet, dass es einfach Spaß macht.
00:09:15: Also wir haben viele Übungen die einfach Spaß machen.
00:09:17: das sind so große Kooperationsübungen wo die Gruppe als ganzes wirklich agieren muss.
00:09:22: alle müssen irgendwie beteiligt sein alle müssen mitmachen und da wird auch viel gelacht.
00:09:25: Wir haben auch ein Sportteil, es ist viel mit Bewegung sehr lebendig, viel aus dem Erlebnis pädagogischem Bereich und das macht den Kindern auch einfach Spaß.
00:09:32: also der Spassfaktor wenn's ideal läuft.
00:09:34: Da ist ja Faktor dass sie denken okay die Trainer sind cool, die haben das im Griff dann kann ich mich einlassen.
00:09:40: Die möchten natürlich eine gute Rolle auch finden.
00:09:43: Das heißt, wenn die kommen ... das erste Training ist immer das gleiche.
00:09:45: Alle sitzen da und schauen erst mal in die Runde.
00:09:47: Wer ist hier noch?
00:09:49: Welche Rolle kann ich finden?
00:09:50: Wie kann ich mich gut irgendwie einfügen?
00:09:52: Und dann möchten die meisten eigentlich auch, dass es gut läuft.
00:09:56: Von daher denke ich, dass das der Grund ist, warum es uns nicht permanent zu konflikten kommt.
00:10:02: Gibt es, die kommen vor aber es ist jetzt nicht so, dass wir uns in jedem Training die Bude brennt.
00:10:07: Ich
00:10:08: finde, das ist ein ziemlich spannender Punkt.
00:10:10: Dass viele Kinder und Jugendliche ein auffälliges Verhalten haben weil sie versuchen mit welchen Mitteln auch immer eine Kontrolle zu halten die Dynamik im Griff zu haben damit Sie vielleicht nicht selbst gemobbt werden oder außen vor sind.
00:10:24: wenn dann eine ganz neue Gruppe gebildet wird und der Trainer ausstrahlt ich übernehme hier das Ruder du musst nicht der Anführer sein ändert sich schon ganz viel.
00:10:34: Und was wir auch versuchen den Kids zu vermitteln ist, dass wir richtig Bock auf die haben.
00:10:40: Wir haben Lust mit denen zu arbeiten und wir sind wertschätzend.
00:10:46: Wir sind freundlich.
00:10:47: Also wir sind auch konfrontativ.
00:10:49: natürlich wenn wir sehen da irgendwie etwas was nicht so gut läuft dann thematisieren wir das aber wir werden nicht ausfallend oder beleidigend dabei.
00:10:56: also wir sehen immer noch irgendwie ja du bist cool aber das was du gemacht hast es gerade nicht nicht so
00:11:03: Bevor wir da vielleicht reingen, jetzt hattet ihr so Aspekte mal genannt aus dem Training was ihr so grob macht oder welche Anteile ihr habt.
00:11:08: Aber wie läuft das denn so konkret ab?
00:11:11: Ihr habt ja jetzt diese Anfangssituation geschildert und dann kommt irgendwie erstmal an man lernt sich irgendwie kennen.
00:11:15: aber Was sind dann so Steps die eben wieder stattfinden sollen in diesem Training?
00:11:21: Naja jedes Training hat also Wir haben vierundzwanzig Einheiten um das nochmal ein bisschen zu beschreiben.
00:11:25: Vierundzwanzeige Einheiten.
00:11:26: Die Kinder kommen einmal die Woche zu uns für zweieinhalb Zeitstunden.
00:11:31: Gesamte Training hat fünf Phasen.
00:11:33: Sie kennen Lernphase, das ist die Konfliktphase, so nennen wir immer die Kooperationskonflikt-Phase, die Arbeitsphase, die Auflösephase und die Abschiedsphase.
00:11:41: Das ist aber ganz klassisch eigentlich in jedem Training.
00:11:45: Eine Trainingsreinheit sieht so aus wenn sie kommen?
00:11:47: Wir haben einen großen Trainingsraum bei uns, ich weiß nicht, was?
00:11:51: Sechzig Quadratmeter.
00:11:52: Da kommen die Kinder rein!
00:11:53: Der ist leer, der ist reizabend.
00:11:55: Alles am Material ist in Schränken fast... Verstaut, man sieht das quasi nicht.
00:11:59: Und die Kinder machen einen Sitzkreis.
00:12:00: So starten wir im Prinzip immer.
00:12:02: Wir machen ein Sitz Kreis und dann sitzen wir alle im Kreis.
00:12:04: Dann gibt es eine Eröffnungsrunde.
00:12:07: In der Eröffnung geht's immer darum.
00:12:08: Wie gehts mir?
00:12:09: Wie war meine Woche?
00:12:10: Gab es Konflikte so?
00:12:12: Wenn ja... Das ist immer so.
00:12:14: ne Frage, was hätte ich anders machen können?
00:12:16: Weil die meisten Kinder, die zu uns kommen haben so die Idee dass sie in so die Dinge passieren und haben nicht ausreichend das Gefühl dafür entwickelt selbstwirksam sein können.
00:12:27: und natürlich kann ich nicht steuern, was immer außen passiert.
00:12:29: Wenn jemand mich angeht oder mich beleidigt aber ich habe ja einen großen Einfluss darauf wie ich reagiere und das versuchen wir halt immer zu vermitteln.
00:12:36: deswegen auch die Frage was hätte ich anders machen können?
00:12:38: Das ist der Eröffnungsrunde geht ungefähr eine halbe Stunde dann machen wir den Sportteil
00:12:44: genau ein Sportteil.
00:12:45: Genau, der Sportteil geht nach einer halben Stunde.
00:12:48: Da gucken wir immer.
00:12:49: Klingt jetzt ein bisschen nach Spielen und Spaß, wenn die sich miteinander bewegen?
00:12:52: Dann kann es sein dass sie Zombieball spielen oder Völkerball oder wir machen Challenges mit Nierstütze, Kniebeuge
00:12:57: oder Zirkeltraining.
00:12:58: Also in jeder Woche gibt das irgendwie ein anderes Angebot.
00:13:03: Okay, Nudel okay also verschiedene Sachen Und natürlich dient das dem Spaß.
00:13:09: aber in so einem Sporttag können wir auch ganz genau... Schauen, wie die Kinder sich untereinander verhalten.
00:13:15: Das sind die Ferien neben die Rücksicht und als Ego-Shooter unterwegs oder so.
00:13:20: Da kann man auch viel mit denen arbeiten, sodass sie wirklich einen guten Umgang miteinander haben.
00:13:25: Danach haben wir die erste Pause, da geht immer so zwanzig Minuten die erste große Pause.
00:13:28: Wir haben ein Pausenraum separat.
00:13:30: auch nochmal, dass wir den Trainingsraum verlassen in den Pausennrahmen gehen.
00:13:34: Genau.
00:13:35: Und dann haben Sie dann die Möglichkeit sich hinzusetzen einfach irgendwie ein bisschen auszuruhen.
00:13:39: Die kriegen was zu trinken von uns gestellt Und danach gibt es eigentlich mal die Arbeitsphase.
00:13:44: Da geht's dann darum, was ist gerade dran?
00:13:45: In welcher Phase befinden wir uns?
00:13:47: Wenn wir in der Kooperationsphase sind, beispielsweise gibt es große Kooperrationsübungen, die sie lösen müssen.
00:13:52: Sind wir eine Arbeitsphase, wo es darum geht warum bin ich hier und was ist mein Thema, was will ich verändern?
00:13:57: Dann gibt es Übungen wie das dann bearbeiten.
00:13:59: Genau nach der Arbeitsphase geht so eine Stunde gibts nochmal die zweite Pause und da sind wir auch schon im Cooldown.
00:14:05: so nennt sich das und dem Abschied noch einmal ein Sitzkreis Abschlussrunde.
00:14:13: An der Stelle merkt man, dass es nicht nur um spielerisches geht oder um Aktivitäten sondern dass sich die Kinder und Jugendlichen wirklich tief mit sich auseinandersetzen müssen.
00:14:23: Eine Bereitschaft zur Reflexion sollte also da sein.
00:14:27: Im Bestfall im Prinzip schon!
00:14:29: Die sind alle aktiv dabei aber je nachdem wie sehr sie sich einbringen fällt das natürlich auch unterschiedlich aus.
00:14:35: Nicht jedes Kind entwickelt sich ja gleich in dem gleichen Tempo.
00:14:39: Eins braucht halt ein bisschen länger, eins ein bisschen langsamer und das ist einfach so.
00:14:44: Die größte Herausforderung für die Kids ist wirklich den Blick nochmal zu verändern, weil die meisten sind sehr im Leistungsprinzip unterwegs, dass viel auf die geschaut wird, dass sie Sachen abliefern müssen, sind viele auch in diesem Bedürfnisorientiertem unterwegs.
00:15:03: Wie geht es mir?
00:15:03: Was brauche ich gerade?
00:15:04: Und davon so den Blick ein bisschen abzu... wegzulenken, zu dem was braucht die Gruppe?
00:15:11: Was kann ich für die Gruppen tun?
00:15:12: und es geht nicht darum ob ich jetzt gewinne sondern es geht darum ob wir gemeinsam als Gruppe diese Aufgabe lösen.
00:15:17: Und wenn ich gerade irgendwie so ein Gefühl von Ich fühle mich unwohl habe, kann das unter Umständen auch darum gehen dass ich das erstmal zur Seite stelle damit Das Gruppengeschäden weitergehen kann.
00:15:26: und ich glaube oder Wir glauben dass das eine Fähigkeit ist Die ganz ganz wesentlich dafür ist dass Menschen zusammenleben können.
00:15:32: und das ist Für viele erst mal eine große Herausforderung tatsächlich sich manchmal einem Gruppengeschehen unterzuordnen oder auch für andere zu entscheiden, nicht für mich.
00:15:42: Okay das sind ja sehr verschiedene Aspekte wo das irgendwie reingeht.
00:15:46: aber das heißt also was ihr auch vorhin schon mal angesprochen habt oder was ihr auf einer Website stehen habt dass es euch wichtig ist dass die Kinder und Jugendlichen merken ich kann etwas verändern Ich habe Handlungsmöglichkeiten.
00:15:59: Also wodurch entsteht denn überhaupt bei Kindern das Gefühl nichts verändern können oder so.
00:16:07: Ist das dann irgendwie, weil Sie denken ich bin in Situationen wie ausgeliefert?
00:16:11: Oder sie haben halt nicht gelernt damit umzugehen mit manchen Dingen?
00:16:14: also woher kommt zu?
00:16:15: dieses ist es wird ja wahrscheinlich kein Kind so sagen so Ich habe keine Handlungsmöglichkeiten.
00:16:19: aber diese das ist ja so entrins schon irgendwie dass man's merkt im Verhalten.
00:16:22: also woraus resultiert sowas.
00:16:26: Ich glaube das ist gelebte Erfahrung.
00:16:28: Also wenn Kinder zur Welt kommen dann haben sie auch ganz lange relativ wenig Einfluss auf was ihnen geschieht Und ich glaube, das ist einfach ein Prozess, den Kinder machen müssen wenn es gut läuft.
00:16:39: Deswegen war es uns auch so wichtig dass unser Training nicht nur so kurz ist weil wir glauben, dass Veränderung einfach eine längere Zeit braucht.
00:16:47: deswegen ist unser Training auch über vierundzwanzig Einheiten aufgebaut und nicht nur fünf oder zehn Einheiten
00:16:54: erhalten.
00:16:55: Aber wie ermöglicht ihr denn dann den Kindern quasi diese Handlungsmöglichkeiten oder diese Selbstwirksamkeit mehr zu erleben?
00:17:03: Zum Spüren!
00:17:05: Also wenn die bei uns Kooperationsübungen machen, dann spüren sie das ja.
00:17:09: Dann stockt es vielleicht irgendwo... Wir müssen euch das so vorstellen wie wir den eine Kooperation zu Übungen geben.
00:17:15: Dann steht die Gruppe vor uns und wir sagen jetzt, das ist eure Aufgabe.
00:17:18: Das habt ihr zu tun?
00:17:19: Und dann gehen wir entweder das Material raus oder wir haben's einmal erklärt.
00:17:22: Und dann ziehen wir uns als Trainer erst mal zurück.
00:17:24: Das heißt nicht dass wir aus dem Raum herausgehen sondern wir hören dann auch zu zu erklären oder zu agieren und gucken was die Gruppe macht.
00:17:30: Wenn es gut läuft dann besprechen sie sich, überlegen sich welche Lösungen möglich sein könnte.
00:17:36: eine Lösung die man gefunden hat muss ja auch oft mehrfach geübt werden.
00:17:39: viele Kinder haben ja die Fantasie jetzt haben wir das heraus jetzt wissen wie's geht und da muss es sofort funktionieren.
00:17:44: und dann kommt der Frust.
00:17:45: wenns nicht sofort funktioniert Wie lange können ihr das aushalten?
00:17:50: Und wenn es dann zu sehr hakt Dann sind wir am Start.
00:17:54: Was ist eigentlich das Thema?
00:17:55: Und dann erzähle ich auch, wir sind da ein bisschen ungeduldig gewesen.
00:18:00: Oder der hat ja gar nicht zugehört.
00:18:02: und dann sagt man, wie wäre es wenn ihr das vielleicht ausprobiert?
00:18:04: oder habt ihr eine Idee, wie man's noch mal anders machen könnte?
00:18:08: Und so kommen die dann dazu dass sie durch das machen und durch das spüren merken hey einmal anders ausprobieren und dann hat das geklappt!
00:18:14: Und im Prinzip ist es auch so, dass jedes Kind das zu uns kommt an einer unterschiedlichen Stelle steht.
00:18:24: Wir müssen als Trainer einfach sehr fit sein zu erkennen, wo jedes Kind eben steht und wo deren Entwicklungsmöglichkeiten sind.
00:18:35: Und da versuchen wir die natürlich auch dann auch abzuholen und weiter zu bestärken, zu unterstützen irgendwie da auch dran zu bleiben oder auch mal was hervorzukitzeln, was die selber noch gar nicht so sehen, wo wir aber sehen irgendwie eigentlich voll cool wenn der daran bleiben würde wäre der total der der Anführer-Typ zum Beispiel.
00:18:55: Jetzt ist es ja so, dass ihr dann auch diesen Blick immer wieder auf die Erwachsenen legt und von der Seite auch versucht Familien zu helfen in dem die Eltern mal ran müssen, sag ich mal jetzt so stumpf Wie ist das denn bei denen?
00:19:11: Weil ich glaube euer Ansatz ist ja Kindern schon Grenzen aufzuzeigen und zu sagen Ja, das geht nicht aber halt wertschätzend.
00:19:17: Und ich glaube da, das ist der Punkt wo es oft dann knarzt in Familien oder man zu konfrontativ ist.
00:19:23: Oder halt irgendwie nicht weiß wie man das vielleicht angehen soll.
00:19:29: Wo setzt ihr da an bei den Erwachsenen?
00:19:30: Weil das ist ja... Man denkt ja dass vielleicht schon viel mehr manifestiert wenn man schon, keine Ahnung, etwa dreißig, vierzig, fünfzig ist keine Ahnung und dann nochmal seinen Sozialverhalten ändern soll.
00:19:46: Ich glaube Menschen verändern sich nur man ihnen was anderes Attraktives anbietet.
00:19:53: Keiner lässt ja einen Verhalten los, mit dem er erst mal Erfolg hatte oder was für sich etabliert hat.
00:19:58: Das gehe immer dazu, Dinge die es selbst konstruiert hat, Lösungen die es selber irgendwie für sich hergestellt hat festzuhalten.
00:20:06: Egal ob das dann irgendwie gut funktioniert als Konflikten führt und erst wenn etwas anderes Attractives da ist, bereit, das zu verändern.
00:20:18: Und es hängt und fällt auch bei den Erwachsenen immer davon ab wie gut die Arbeitsbeziehung ist.
00:20:25: Das heißt wenn ich Familien begleite dann hilft mir ja nichts.
00:20:28: Wenn ich da reingehe und eine Haltung habe dass sich den Eltern unausgesprochen dem Vorwurf mache, dass sie's mit ihren Kindern nicht hinkriegen.
00:20:35: So das hilft ja überhaupt nichts.
00:20:37: Es geht ganz viel darum, dass er wirklich Mitgefühl entstehen kann Und dass Verbindung entstehen kann und ein tiefes Verständnis für die Geschichte der Eltern, für die Art und Weise warum sie das so lösen entsteht.
00:20:48: Erst aus dem heraus ist es eine gute Verbindung.
00:20:49: wenn Menschen das Gefühl haben ich werde angenommen mit allem was sich mitbringe.
00:20:54: So jeder ist jemand der mich annimmt dann er sind menschlich bereit zu folgen und andere Dinge auszuprobieren.
00:21:00: vorher geht das gar nicht.
00:21:01: und ich glaube oder wir glauben dass die meisten Hilfen auch daran scheitern dass diese Beziehung nicht ausreichend hergestellt werden kann.
00:21:07: Nicht dass Menschen nicht bereit sind sich zu bewegen.
00:21:09: Und ein Punkt, der da auch mit rein spielt ist Grenzensätzen.
00:21:12: Dabei gab es in den letzten Jahrzehnten immer wieder Veränderungen in der Erziehung von sehr autoritär zu bedürfnisorientiert und vielen weiteren Trends In den Trainings.
00:21:21: versuchen sie dem Blick der Kinder- und Jugendlichen wieder mehr zum Gruppengefühl zu lenken.
00:21:25: Wie schaffe ich das dass es der Gruppe gut geht?
00:21:28: Denn häufig fehlt dieser Blick und es wird teils viel auf sich geschaut weil das Setzen und Respektieren von Grenzen nicht so gelernt wurde aus verschiedenen Gründen.
00:21:36: Jeder hat ja eine andere Geschichte im Prinzip.
00:21:40: Aber ich glaube, dass es heutzutage einfach... Dass viele Eltern sehr verunsichert sind.
00:21:45: Weil es heute so viele Möglichkeiten gibt.
00:21:48: Der eine macht so und der andere macht so.
00:21:51: Und da tatsächlich eine Haltung zu entwickeln.
00:22:00: Das finde ich eine Haltung zu entwickeln und zu sagen das ist mir wichtig und das ziehe ich auch durch im Prinzip Und das über einen langen Zeitraum auch durchzuhalten, unabhängig davon irgendwie ob das Kind jetzt irgendwie jammert und klagt.
00:22:21: Die Eltern beschimpft vielleicht auch.
00:22:23: oder viele Eltern wollen die beste Freundin sein oder der beste Freund von ihren Kindern.
00:22:31: Das funktioniert nicht.
00:22:34: Da auszusteigen und da klar zu bleiben... trotzdem im Kontakt zu bleiben.
00:22:41: Das fällt vielen Eltern einfach schwer.
00:22:44: Ja, wir haben ja eine sehr verunsicherte Eltern und schon für eine sehr erwachsenen Generation.
00:22:50: Ich glaube es gab keine Zeit in der Menschen sich so viele Gedanken um ihre Kinder gemacht haben wie heutzutage.
00:22:55: Wir haben viele Menschen die sehr spätkinder bekommen.
00:22:58: Zu uns kommen auch viele Kinder von Menschen, die wirklich gut aufgestellt sind und echt dem mit ihren Kindern haben.
00:23:05: Wir haben Anwälte, wir haben Ärzte, lehrer Pädagogen, die dann mit ihren Sexy-Mirrenkindern total überfordert sind weil sie wirklich über Tische und Bänke gehen und die nicht wissen wie die da noch Einhalt gebieten sollen, weil die einfach denen alles sehr möglichen wollen sehr bedürfnisorientiert erzogen haben, weil die viel abgenommen haben und bei deren Kinder dann bestimmte Dinge wie Frustrationstoleranz, Bedürfnussaufschub überhaupt nicht gelernt haben.
00:23:32: Ja es ist schwierig aber wir schauen natürlich als SAB ja immer auch auf die Schulbegleitung die ja auch logischerweise Kinder auch in solchen Situationen oder mit solchen Verhalten oder Problematiken begleiten, weil das ja auch sehr häufig Kinder bei uns sind.
00:23:49: Die soziale Auffälligkeiten haben die aufgrund von ADRS Autismus oder anderen sozialen Schwierigkeiten halt nicht so hingefügen funktionieren und das ist ja eigentlich ein ähnliches Verhältnis was ihr gerade beschrieben hatte dass Eltern teils dann sagen okay ich möchte irgendwie Vielleicht nicht so eine Beziehung zerstören, euch möchte mir besser Freund sein.
00:24:11: Näh und Distanz ist ja das Oberthema was auch bei unseren Schulbegleitern dann immer ein Thema ist.
00:24:17: Wie kann ich denn gerade bei solchen Verhaltensmustern von Kindern irgendwie das hinkriegen?
00:24:23: Dass es sich wie Spiegel geht vielleicht nicht aber trotzdem jetzt nicht so ne Aufpasserin werde dass es nicht ins andere Gegengewicht kommt sag ich mal
00:24:35: Ich glaube ganz viel damit zu tun, was die Menschen mit sich also mitbringen wenn sie Schubegleitung machen.
00:24:42: Das ist so ähnlich wie ich hatte ja gerade auch ein bisschen erzählt was es bei uns braucht oder was unsere Mitarbeiter brauchen um so einen Gruppentraining gut machen zu können.
00:24:48: und wenn ich als Erwachsener in meiner Rolle klar bin und wenn Ich präsent bin und Wenn ich mich nicht darüber definiere ob das Kind jetzt grade tut was ich sage wenn ich meine Arbeit nicht mein Erfolg nicht darüber definee Raum geben kann, dass das Kind sich entfaltet und trotzdem den Rahmen so stecke, dass der klar ist.
00:25:08: Also ich glaube, dass gerade so ein klarer Rahmen für Kinder so wichtig ist, dass sie sagen okay da ist jemand, na das gibt auch Sicherheit.
00:25:15: Da ist jemand der achtlaufbestimmende Dinge und ich glaube es hat einfach ganz viel mit Haltung zu tun hat, kann nicht bestimmte Dinge aushalten.
00:25:22: wie reagiere ich?
00:25:23: Und einen ganz ausschlaggegebenen Punkt oder der oft unterschätzt wird ist auch Wie ist das Nervensystem von dem Menschen die anderen helfen.
00:25:34: wenn ich jetzt Schubbegleitung mache und ich bin jemand, der gut in sein Leben eingebunden ist.
00:25:39: Der gute soziale Kontakte hat, der reflektiert, ist seine Themen auf den Schirm hat vorher schon irgendwie also einfach sich gut kennt und sich wohlfühlt in seinem Leben dann hat dieser Mensch ein anderes Nervensystem, ein anderes Energiefeld als jemand der selber mit vielen Themen zu tun hat unbewusst mit dem unterwegs.
00:25:55: was mache ich eigentlich?
00:25:56: Was sind meine eigenen Themen?
00:25:57: vielleicht auch noch irgendeine Traumarmitze trägt?
00:26:02: So ein Mensch ist natürlich ein sehr übererregtes Nervensystem.
00:26:06: Ein übererregeriges Nervenystem ist schnell gereizt, ist schnell gestresst und die ganze Atmosphäre oder das ganze Energiefeld ist dann gestreszt.
00:26:14: Die Stimme wirkt gestresster, die Kinder spüren das Und Nerven-Systeme sind ansteckend.
00:26:20: Das heißt wenn ein Kind neben einem Erwachsensystem einen ausgeglichen Nerven System hat Dann kann sich das Nerven system von einem Kind was vielleicht in der Übererregung ist auch regulieren.
00:26:29: Menschen regulieren einander nicht nur Mit Sprache, sondern auch einfach durch das Dasein.
00:26:35: Und wenn ich schon einen Erwachsener habe der so gestresst unterwegs ist dann kann sich das natürlich potenzieren.
00:26:40: Da spielt eine große Rolle
00:26:42: Aber es muss gar nicht immer eine Eskalation sein.
00:26:45: Es kann auch generell sein dass Ich als Schulbegleitung merke Dass die Sozialkampfkompetenz gefördert werden müsste.
00:26:51: Auch dafür gibt es Möglichkeiten in einem getaktetem Schulalltag zu fördern
00:26:59: kleine Übungen, die man machen kann um einen Nervensystem zu beruhigen und Kinder wirklich wieder zu beruigen.
00:27:04: Weil man kann nicht auf Menschen einwirken wenn sie in der Übererregung sind weil das gar nicht ankommt.
00:27:09: Das heißt erst mal muss das ganze System sich beruhigend damit man dann wirklich auch sprechen kann oder überlegen kann.
00:27:14: was könntest du anders machen?
00:27:15: Ich glaube das ist schonmal der Hauptthema dass in so einem Stresspäge mit den Kindern gesprochen wird und erwartet wird, dass sie irgendwas tun.
00:27:21: Also es geht einfach neurobiologisch, dass Sie das umsetzen können.
00:27:23: Das ist in dem Moment nicht möglich.
00:27:24: Das wissen darüber wann was möglich ist Wichtig ist, glaube ich mal das machen wir auch im Einzeltraining.
00:27:31: Wenn wir Kinder im Einzeltraining haben dann schauen wir was sind die Themen von unseren Kindern?
00:27:35: Was brauchen die?
00:27:36: Wo ist deren Entwicklungsfeld und wie kann ich das gewährleisten?
00:27:39: Das heißt Wie kann ich einen Rahmen konstruieren indem dieses Kind sich entwickeln kann?
00:27:44: Wie kann Ich in dem Rahmen Anstöße geben schauen, dass das passiert?
00:27:50: und es ist oft die Wiederholung auch.
00:27:52: Manchmal mehr so die Idee okay, das Kind fällt sich jetzt so und ich reagiere jetzt so-und-so und dann muss es sofort aufhören.
00:27:58: Kinder brauchen oft wiederholungen.
00:28:00: Das kann sein, dass ein Thema zehnmal wiederkommt.
00:28:03: Das heißt aber nicht, dass die Methode mit der dann der Pädagoge arbeitet falsch ist sondern, dass es die Wiederhole braucht, dass er sich regulieren kann und das Vertrauen entsteht.
00:28:12: Es hat auch viel mit Geduld zu tun und das wissen was man tut Und wenn man sich für einen Betode oder eine Vorgehensweise in China, wirklich da dran zu bleiben.
00:28:20: Das hat etwas mit Überzeugung zu tun und mit Erfahrung und der eigenen Sicherheit, dass das was ich hier tue auch richtig und gut ist und da erst mal dranzubleiben.
00:28:29: Ich glaube darum geht es nicht so ein Hopping zu machen von heute so morgens, sondern tatsächlich dranzubeleben.
00:28:34: Laila sagt nur weil das ein zwei Mal vielleicht nicht geklappt hat jemand daran trotzdem festzuhalten.
00:28:41: Weil das Ziel im Prinzip muss vor deinem geistigen Auge immer sein.
00:28:48: So, ich glaube das fällt wahrscheinlich vielen mit am schwersten weil ich glaub wenn man dann irgendwann weg fünfmal an dem Punkt war und man denkt... Ich hab's ja auch jetzt schon gesagt!
00:28:56: Und dann kommt er wieder dass ich als Erwachsene vielleicht auch meine Benimmeregeln in Diskussionskultur vergesse und das ist glaube ich das schwierigste.
00:29:05: Ja und Pädagogen wollen ja immer irgendwo hin wir haben immer Ziele Wir haben ja immer ein Problem, was wir sehen und dann möchten wir einen Ziel erreichen.
00:29:11: Und wenn wir das Ziel erreicht haben, dann haben wir die Idee, dass wir gut gearbeitet haben.
00:29:16: Wenn das systemlich funktioniert, dann geraten viele in Stress.
00:29:19: Ich glaube mehr so in dem Blick zu nehmen, dass unsere Arbeit das Problem ist und nicht das Ziel, das wir erreichen.
00:29:24: Dass es darum geht, mit diesem Problem mit dem Kind eine Weile zu gehen.
00:29:31: Nicht immer die Idee zu haben, das will ich aber erreichen.
00:29:34: Das hilft, diese Situation einfach anzunehmen?
00:29:38: Und manchmal haben wir auch die Erfahrung, dass wir mit Kindern gemacht haben.
00:29:43: Die sind zwei bis drei Jahre später zurückgekommen und haben uns irgendwie aufgesucht oder angeschrieben und haben sich ganz toll entwickelt.
00:29:48: Es gibt ja immer so einen schönen Spruch.
00:29:51: Manchmal pflanzt man Bäume unter ihren Schattenmann nicht sitzen.
00:29:54: Auch das zu tun und zu sagen okay, das wird irgendwo bleibt das in Menschen wenn sie eine andere Erfahrung macht.
00:29:59: Wenn Sie Begegnungen hatten, das bleibt ja.
00:30:02: Das Problem ist glaube ich oft ... häufig auch so.
00:30:08: ein Druck entsteht, wenn sie sich in Systemen bewegen wo dann gewisse Regeln herrschen wie in der Schule oder im Kindergarten und da eine gute Balance zu finden.
00:30:16: Und manchmal muss man auch Entscheidungen treffen die vielleicht gar nicht der Entwicklung des Kindes förderlich sind sondern man muss auf die Gruppe schauen.
00:30:25: das ist häufig auch eine Schwierigkeit also könnte ich mir zumindest vorstellen dass es bei Schulbegleitern auch so ist sodass man vielleicht wenn man frei irgendwo draußen wäre ganz anders entscheiden könnte als wenn man jetzt hier in der Klasse setzt mit diesen ganzen Kindern.
00:30:42: Wenn ihr denn in dem Sinne noch irgendwas mitgeben würde aus eurer Erfahrung, aus diesen Trainings?
00:30:47: Was wären dann vielleicht Dinge... Ich meine wir haben jetzt sehr viel besprochen aber die vielleicht nur nicht so genannt wurden
00:30:52: für die Schulbegleiter oder
00:30:53: Beispiel ja
00:30:55: ich glaube es lohnt sich sehr wenn man wirklich im pädagogischen Bereich unterwegs ist und also wirksam sein möchte Die Energie die man manchmal so in Lösungen für Kinder reinsteckt in sich zu investieren.
00:31:07: Ich finde, dass jeder Mensch mit dem wir arbeiten ist verdient hat.
00:31:10: Dass ich mich vorab mit mir auseinandersitze und das ein Teil der Energie dahingehend zu gucken okay wie kann ich mein Leben gut strukturieren?
00:31:18: Wie kann ich ihn im Ballons leben?
00:31:19: Wie Kann ich mich gut versorgen, dass ich in einen Überschuss komme und erst wenn ich im Überschluss bin von Energie kann ich ja auch etwas abgeben.
00:31:29: es ist ja nicht selber um Zahnfleisch gehe und dann noch irgendwie tagsüber mit jemanden unterwegs bin der Schwierigkeiten hat.
00:31:35: so Menschen sind immer nur im Mangel oder in der Fülle.
00:31:38: Und ich kann nur aus der Füll heraus, kann nicht Menschen was mitgeben.
00:31:41: Das heißt wenn ich meine Energie als Schublereitung in mich reinstecke und mich gut versorge dann kann ich meine Arbeit mit einer ganz anderen Haltung, mit einem ganz anderen Energiefeld.
00:31:49: Wenn ich da noch die Idee habe dass das, dass meine Anwesenheit... Dass sich nicht immer etwas tun muss.
00:31:54: Ich musste mal irgendwelche Probleme lösen.
00:31:56: Ich muss auch nicht einmal irgendwelchen Probleme haben aber dass meine anwesendheit manchmal für andere Menschen schon ausreichend ist so eine Gelassenheit darin zu entwickeln Die Beziehung, die Bindung ist gut und darin kann es gut werden.
00:32:07: Ich glaube das ist eigentlich der größte Faktor.
00:32:12: Und sich nicht von den Rahmenbedingungen so unter Druck setzen zu lassen was andere vielleicht sehen was jetzt hier geleistet werden muss weil Entwicklung passiert ganz langsam.
00:32:22: Passiert immer auf Beziehungs-Ebenen.
00:32:23: Was nützt einen dass wenn man aus einer Visitenkarte Zehntausend Fortbildungen hat wenn man aber nicht die Bindung zu den Kindern herstellen kann?
00:32:30: Das hilft gar nicht.
00:32:31: Also das ist wirklich Haupt.
00:32:36: Das war Klassenklima, der Talk über Schulbegleitung von der SAB Rohr.
00:32:40: Ich würde mich freuen wenn ihr auch in die nächste Folge mal rein hört!
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