Episode 26 - Die Schulbegleitung der Zukunft
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:08: wo man eigentlich Schule auch anders denken könnte.
00:00:12: Und wenn Sie jetzt sagen, ich soll die malen, dann male ich sie eben mit diesen Ruhrräumen, dann male ich die in den Schulen für geistige Entwicklung tatsächlich wie so eine U-Drei-Landschaft.
00:00:24: Weil wir haben da teilweise Kinder von ihren intellektuellen Fähigkeiten im Bereich zwei bis drei Jahre sind und die an einen Tisch oder Stuhl gesetzt werden unter Stunden ansetzen sollen was völliger Blödsinn ist.
00:00:39: Also ich würde schon empfehlen, diese Auseinandersetzung auch zu führen.
00:00:42: Auch den Elternverbänden zu führen und ihnen als Experten zu führen, die machen eine sehr, sehr wichtige Arbeit.
00:00:49: Sie sind keine Kostenfresser, sondern dass man da mit den Leuten zusammenarbeitet und dann wird man sehen was dabei rauskommt.
00:00:54: Man kann Kämpfe verlieren, man muss Kämpfer aber führen.
00:00:58: Man muss rein und man muss sie führen und das wird jetzt ab Sommer der Fall sein.
00:01:02: wir werden ab Sommer kämpfen
00:01:04: müssen.".
00:01:07: Ihr hört Klassenklima, der Talk über Schulbegleitung von der SAB Ruhr.
00:01:12: In diesem Podcast reden wir darüber was es bedeutet und braucht um Schulbeleiter zu sein.
00:01:17: Hürden, Kontroversen und Erfolge – all das bespreche ich, Fee als freie Journalistin diesmal mit Joost Mandabach!
00:01:25: Er leitet die Clearing- und Diagnostikstelle der Stadt Bochum und kümmert sich um die ambulante Eingliederungshilfe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen.
00:01:34: Das heißt in dem Kontext, dass Menschen die beeinträchtigt sind, Hilfen bekommen um gleichberechtigt an Gesellschaft und Schule teilnehmen zu können.
00:01:41: Mit ihm reden wir nicht nur über die bisherige Entwicklung von Schulbegleitung sondern auch über die zukünftige Denn aktuell gibt es viele Diskussionen um die Professionalisierung Finanzierung und die bisherigen eins-zu-eins Betreuung.
00:01:55: Diese Diskussion wollten wir gerne mal aus seiner Perspektive sehen Und haben die Folge zudem als live Podcast mit dem Team der SAB Ruhr aufgenommen.
00:02:03: Das ist für uns auch ein bisschen anderes Format mal und ihr werdet unterschiedliche Stimme hören.
00:02:08: Deshalb gibt es zwischendurch Fragen- und Anmerkungen im Podcast.
00:02:11: Zuerst gucken wir aber mal auf die Arbeit der Kläringstelle in Bochum, sie gehen an ihre Arbeit nämlich mit einem Haltungskonzept.
00:02:20: Ja das geht eigentlich auch auf den gesetzlichen Auftrag zurück weil der gesetzliche Auftrag in der Einredungshilfe ist ein anderer Auftrag als in der Erziehungshhilfe, in die Erziehungshilfe adressiert Hilfen für die Erziehenden, das heißt für die Eltern.
00:02:37: Denn die Eigenlinungshilfe ist immer eine unmittelbare Hilfe für den behinderten Menschen.
00:02:45: und um da jetzt Hilfen leisten zu können muss ich natürlich mit der Welt aus dessen Sicht betrachten.
00:02:50: Das heißt also wenn ich zum Beispiel einen vierzehnjährigen habe wo alle sagen so dieser Vierzehnjährige muss unbedingt eine Schubegleitung haben Und das sagen die Eltern, dass sagen die Lehrer.
00:03:04: Das empfiehlt auch der behandelnde Psychotherapeut.
00:03:09: Der vierzehnjährige sieht es aber nicht so Dann muss ich mir das aus seiner Sicht anzusehen und dann müssen wir darüber reden wie wir da irgendwie zusammenkommen?
00:03:19: Das wäre jetzt in einem anderen Fall der Hilfen zur Erziehung.
00:03:22: Da geht man eigentlich auch immer von einem Partizipationsgedanken aus in den Hilfen zur Erziehung.
00:03:30: Da soll es eigentlich auch so sein, dass nichts über die Köpfe der Kinder und Jugendlichen passiert.
00:03:35: Aber das ist natürlich manchmal ein bisschen schwierig.
00:03:37: wenn da zu Hause Dinge sind, die so nicht toleriert werden können dann passiert das auch so, dass die Kinder zwar gehört werden, dass sie Entscheidungen aber woanders fallen.
00:03:47: Das ist in der Eingledigungshilfe eigentlich nicht gewollt sondern die Eingliedungshilfe ist eigentlich sehr stark darauf angewiesen bewilligt werden und finanziert werden, dass die auch von den Kindern und Jungen, denen
00:04:03: angenommen werden.
00:04:05: Wie fändest du denn überhaupt so ein Konzept oder eine klare Haltung wichtig oder notwendig?
00:04:10: Also man könnte ja jetzt wahrscheinlich auch arbeiten ohne das mal zu verfassen, oder?
00:04:14: Ja, das ist glaube ich auch in neunneunzig, neun Prozent aller Behörden so üblich.
00:04:26: Wir haben da damals eine externe Beratung gehabt, mit der zusammen wir dieses Konzept aufgestellt haben.
00:04:37: Diese Grundlage unseres Handelns aufgestellt habe quasi so ein Grundgesetz.
00:04:42: Dieses Grundgesetz ist auch angelegt an der UN-Behindertenkonvention, der die Bundesrepublik herbeigetreten ist und nachdem auch eben sämtliche anderen Gesetzestexte jetzt gefasst werden müssen Und das ist für so eine Behörde schon ganz gut, wenn man sich da auch daran orientiert und daran hält.
00:05:02: Weil wir haben jetzt nach außen zu den Menschen, die kritisch auf unsere Kosten gucken, haben wir dieses Konzept ja auch gegeben und gesagt, das ist unser Konzept!
00:05:13: Wir wollen Hilfe leisten und wir sind eben gläubige was dem Bereich Inklusion angeht und das kostet Geld Und das ist eine andere Sicht auf die Welt.
00:05:25: Das merke ich auch in überregionalen Zusammenkünften, als wenn man da rein als Kostenträger drauf guckt.
00:05:32: Also es ist glaube ich ein bisschen... Ich weiß jetzt nicht ob andere Kosteträger auch so einen Credo in dem Sinne haben aber bei uns ist das ganz hilfreich.
00:05:42: Ich verteidige das!
00:05:44: Jetzt haben Sie damit ja auch so ein bisschen einen Wandel angesprochen, dass sich irgendwie entwickelt hat mit der UNBHK oder generell, glaube ich so ein pädagogischen Wandel der irgendwie passiert ist gerade in den letzten Jahren.
00:05:56: Wenn wir uns jetzt von Ihrer Sicht auch diesen Wandel in der Förderung also Individualförderung oder auch in unserem Fall jetzt Schulbegleitung anschauen was haben Sie denn so beobachtet?
00:06:07: Was sich vielleicht verändert hat?
00:06:12: Also meine Einblick in den Letzten Jahrzehnten bezieht sich ja auf Nordrhein-Westfalen.
00:06:19: Ich kann nicht allgemeiner aus sagen treffen, weil wir haben sechzehn Bundesländer die haben sich auch unterschiedlich entwickelt.
00:06:26: Mein Einblick ist auf Nordrhein-Westfalen hat eben genau das gemacht dass sie irgendwann sich auf dem Weg in Richtung Inklusion bewegt haben, dass die aber die Mittel für diesen Weg nur unzureichend bereitgestellt haben, Sonderpädagogische Förderung in die allgemeinen Schulen gegeben haben, in die Schulen des gemeinsamen Lernens noch auch in den Schulen.
00:07:01: Die als Förderschulen im System verblieben sind einen wirklichen Reformprozess angestoßen haben um zu sagen okay Auch da ändert sich das Klientel, ändert die Schülerschaft.
00:07:14: Die Schüler- schafft sieht heute völlig anders aus als vor zwanzig Jahren an einer Schule für geistige Entwicklung.
00:07:22: Als ich zum ersten Mal den Direktor besucht habe von der Hilde-Heinemann-Schule konnte er mich nicht sprechen weil er machte gerade einen Mofa Kursus auf dem Schulhof mit sein Schülern, die waren halt dabei einen MOFA-Führerschein zu machen.
00:07:42: Und das ist heute bei den Schüleren, die heute an der Hilde-Heinemann-Schule sind ... Da ist schon lange kein MOFA Führersschein mehr gemacht worden, weil diese Schüler tatsächlich inzwischen in der Inklusion sind?
00:07:55: Das ist schön!
00:07:57: Also sie sind eben mithilfen auch in den Schulen des gemeinsamen Lernens und die auf diesen Förderschulen, aber der Alltag an den Fördersschulen hat sich eben auch gar nicht... Also die haben weiterhin Klassenräume.
00:08:11: Die haben weiter einen Ganztag ohne da wirklich Räumlichkeiten für zu haben und so weiter und sofort.
00:08:19: Und so hat sich dann natürlich auch dieser Bereich Schulbegleitung immer weiter in die Richtung geentwickelt dass ohne diese Schulbekleidung das auch an den Ein Alter wird nicht mehr nützlich werden.
00:08:36: Jetzt hängt dieser Förderbedarf auch mit einer gewissen Finanzierung zusammen, für die Finanzierungen der Bildung sind erst mal die Bundesländer zuständig und da sieht Josef Mannerbach einige Baustellen denn die Gelder, die notwendig gewesen wären, wurden nicht zur Verfügung gestellt.
00:08:51: Dadurch sind die Kommunen und Kreise in die Verantwortung gekommen, denn sie müssen dann für solche Themen aufkommen.
00:08:57: Das war mir vorher ehrlich gesagt auch nicht so ganz
00:09:00: klar.
00:09:01: Jetzt ist dieses Finanzielle für ihn aber nur eine Seite der Medaille.
00:09:04: Denn die Schulen müssen sich nach ihm auch inhaltlich mit der Inklusionsfrage mehr beschäftigen!
00:09:22: Das muss man einfach so sagen, die Schulen sind nicht da.
00:09:33: Das Schulministerium ist nicht da, die sind an der Sache nicht interessiert weil es eben nicht... also weil eben die Kommunen der Kostenträger sind und nicht die Schule.
00:09:45: Ja das ist natürlich wir würden gerne mehr machen.
00:09:50: Wir würden gerne die anderen Module, die wir auch haben alle hochfahren diesen ganzen Bereich Schulbegleitung auch auf eine professionelle Ebene stellen, dass das irgendwann vielleicht auch ein Ausbildungsberuf würde der eben als Schulassistent dann auch wirklich einen Abschluss hätte.
00:10:09: Der dann in den Schulen dann eben auch gezielt eingesetzt werden könnte.
00:10:13: also wir hätten da schon ne Menge Ideen zu das auch konkret zu machen.
00:10:17: ich könnte auch so ein Curriculum machen.
00:10:21: Okay das ist ein sehr interessanter Ansatz weil Wir, nämlich im Rahmen unserer Gründung darüber nachgedacht haben okay also wer sind wir heute und wer wollen wir eigentlich sein?
00:10:37: Und unser Name alleine trägt die Bezeichnung Fachdienst für Teilhabe Management und Schulbegleitung.
00:10:46: Die ursprüngliche Name des Unternehmens hieß tatsächlich SAB-Schulassistenten das heißt also die Expertise im Klassenraum.
00:10:55: Das ist etwas, was wir für uns immer beansprucht haben und zwar in Umgang mit diversen Förderschwerpunkten.
00:11:04: Meine Frage an Sie – wie realistisch ist das eigentlich?
00:11:07: Dass es tatsächlich dafür irgendwann einen Ausbildungsberuf gibt?
00:11:14: oder sind sie eher der Meinung, dass im Rahmen der pragmatischen Herangehensweise an das Thema es viel mehr Sinn machen würde etablierten Diensten zu arbeiten, aber dafür einfach nochmal die Standards so festzulegen, verbindlich festzuliegen dass sie überprüfbar sind und dass wir sagen okay jetzt haben wir wirklich für Qualität gesorgt.
00:11:35: Also ich würde sagen das sind mehrere Stufen.
00:11:37: wenn wir erstmal sagen, wenn wir erst mal quasi eine Qualifizierung haben, dann ist es bitter nötig.
00:11:47: Bitter nötigt da will muss ich meine Worte wohlwählen für die Anbieter.
00:11:57: Also wenn wir sagen, die Standards für die anbietern sind allgemein gültig so und so.
00:12:04: das könnte man mit den Anbieten zusammen erarbeiten.
00:12:07: also dass wäre auch ein dialogisches Prinzip wo wir sagen würden mit unseren Anbitern zusammen er arbeiten wir diese Standards Und dann könnte man sagen, okay wenn wir Schulbegleitung brauchen.
00:12:25: Dann müssen die Leute, die da Anbieter sind diese Standards erfüllen.
00:12:30: das ist im Moment nicht so.
00:12:32: Das ist im moment wirklich ein sehr wildes ungeregeltes Feld und Da ist eine Menge zu tun.
00:12:42: auch also dass es Nicht nur bei der Schulbegleitung, sondern zum Beispiel auch bei der Autismusberatung und bei der Ortismustherapie so.
00:12:52: Dass es auch da so ist das eben wir da dringend eigentlich sowas brauchen wie Vergleichbarkeit und Standardisierung in irgendeiner Form Regelungen.
00:13:05: Und die Zeichen stehen danach.
00:13:07: Ich war jetzt in Berlin, ich war in Köln und Münster.
00:13:11: Ich habe überall mitgekriegt Steuernveränderungen an in diesem Bereich.
00:13:16: Die Zeichen gehen in Richtung strukturelle Unterstützung von Schulen und dann wird es so sein dass sie als Anbieter eben auch Schulen längerfristig haben und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in diesen Schulen dauerhafter mit dabei sind, also das prognostiziere ich jetzt mal dass das kommen wird.
00:13:40: Es wird immer ein Anteil der Individualbegleitung behalten solange die Gesetzgebung so ist.
00:13:46: aber das soll priorisiert werden und dann ist es natürlich gut wenn man sagt okay ich habe Menschen die entscheiden sich für diesen Weg an einer Schule die Kinder zu unterstützen die eben Unterstützungsbedarf brauchen Dann muss ich natürlich gucken, dass das auch in irgendeiner Form verstetigt wird.
00:14:11: Sein Wunsch wäre tatsächlich, dass es ein Ausbildungsberuf wird wie beim Azir.
00:14:16: Sicherlich auch etwas was man diskutieren kann und aktuell auf politischer Ebene auch getan wird.
00:14:21: Denn die Zeiten sind mittlerweile ziemlich anders.
00:14:25: Dazu hat Ute Kaufmann – die kennt er ja mittlerweile aus dem Podcast – eine Frage.
00:14:29: In einem Kontext der Schulbegleitung wird nämlich immer häufiger von Poolen gesprochen!
00:14:34: Wozu wir übrigens auch eine ganz eigene Folge haben.
00:14:38: Sie sprachen ja vorhin an, dass die Zahl oder beziehungsweise das sich das Klientel an den Förderschulen sehr geändert hat.
00:14:45: Damit verbunden ist ja auch eine erhebliche Zunahme der Schulbegleitung in den Klassen.
00:14:50: Das heißt wenn wir früher zwei Lehrkräfte einen Zivildienst leisten hatten und das reichte völlig aus, dann haben wir jetzt zwei Lehr Kräfte, wenn sie überhaupt da sind durch den Lehrermangel und aber auch zwei drei vier Schulbekleidungen zum Teil.
00:15:05: Da versuchen sie ja auch weg zu gehen von der klassischen eins-zu-eins Begleitung, schon mal mehr zu den Pulen.
00:15:12: Wir haben im Rahmen der Schulbegleitung damit natürlich viele Erfahrungen sammeln können.
00:15:15: welche sammlen Sie damit?
00:15:18: Wie gehen die Eltern damit um wenn sie mit der Idee kommen dann eine geteilte Einzelverhilfe einzurichten?
00:15:23: Welche Erfahrungen kommt von den Schulen?
00:15:25: viele Widerstände
00:15:27: Ja.
00:15:28: also das ist schon so dass wenn jemand in Erklärung und Diagnostikstelle arbeiten will dass der da durch so ein Bad geht von lauter Widerständen.
00:15:40: Also das ist jetzt nicht, sodass die Leute, die bei uns arbeiten wirklich so den ganzen Tag in der Grundschule gibt es immer so warme Dusche – das ist bei uns nicht so!
00:15:53: Das ist schon so, dass sich die Sonderpädagogen eigentlich immer viel mehr Unterstützung wünschen, wobei das auch nicht bei allen so ist.
00:16:06: Manche sagen auch mir gehen diese vielen Leute die da zusätzlich im Klassenzimmer sind, das möchte ich eigentlich auch nicht.
00:16:16: Da sind sie so ein bisschen... Das wollen die dann nicht?
00:16:19: Also eigentlich sind die Prinzipien dagegen, so sitzen die einem immer gegenüber aber beim Kaleins.
00:16:24: Da wollen Sie das doch!
00:16:26: Und das ist eigentlich immer so unsere Schwierigkeit.
00:16:30: Aber da nehmen wir die Rolle auch an und sagen, wir probieren das jetzt erst mal.
00:16:39: Wenn es mit den Eltern halbwegs im Konsens ist, dann machen wir das auch.
00:16:43: Wir versuchen uns mit den Leuten zu einigen, wir versuchen uns auch mit den Schulen zu einigmen.
00:16:50: Und deswegen sind wir auch immer mit denen im Kontakt zu sagen, liebe Schulen wenn ihr uns so einen Schulentwicklungsbericht schreibt.
00:16:58: Wenn da drin steht das ist unbedingt nötig.
00:17:01: und dann habe ich noch ein niedergelassenen Psychiater oder nieder gelassener Menschen der sagt ja in dem Fall ist es unbedingt möglich eine eins-zu-eins Begleitung.
00:17:11: Dann sehe ich natürlich dann gehe ich zum meinem Haus Juristen und sage Wir sehen das eigentlich anders.
00:17:17: aber wie würden wir vor Gericht aussehen?
00:17:19: Also da sind wir natürlich auch begrenzt.
00:17:22: Wir brauchen die Schulen als Kooperationspartner, die Schulen sind diejenigen, die das mit uns zusammen machen und wir führen da Auseinandersetzungen, wir führen der Diskussion.
00:17:31: Wir haben immer wieder neue Dinge aber insgesamt hat sich dieses auch im SGB IX Bereich bei den Geistigbehinderten eigentlich diese zusammengefasste Einzelfallhilfe bewährt.
00:17:48: Das ist gut ist, wenn man da gute Menschen hat auch für die Leute, die bei ihnen arbeiten gut.
00:17:57: Weil das einfach eine vielfältige Art und Weise ist.
00:17:59: Ich
00:18:02: habe eine Frage, die betrifft nicht nur Sie sondern Frau Kaufmann.
00:18:06: auch deswegen spreche ich einfach dazwischen weil ich der Meinung bin also jetzt haben wir hier die pädagogische Ebene und da sind sie aber schon quasi fast mit eingestiegen mit einem guten Thema.
00:18:19: Infrastrukturelle Bildungsassistenz ist der neue Begriff, den haben wir aber auch jetzt in den letzten Jahren hier und dort überall schon mal ausgetestet.
00:18:31: Infrastrukturmodelle gibt es im Bürokreis.
00:18:34: Eines davon begleiten wird tatsächlich auf.
00:18:38: Also Frau Kaufmann vielleicht noch eine Frage an Sie betrifft aber wirklich nur die Erfahrungswerte aus dem Unterricht also Bildungs Assistenz im Rahmen der Klassenverbände.
00:18:49: Jetzt stelle ich mir einfach mal vor, wir haben einen Kind aus dem Spektrum.
00:18:56: Autismus-Spektrum – Wir haben ein Kind mit Förderbedarf emotionaler Sozial und vielleicht noch ein Kind aus den Bereichen FASD.
00:19:07: Steigt da nicht der Anspruch an die Schulbegleitung per se?
00:19:10: Also alle drei unterschiedlichen Bedürfnisse tatsächlich so zu begegnen?
00:19:15: und aus ihrer Perspektive Gibt es solche Beispiele, gerade im Spektrum im Arbeitstätigkeitsspektrum der SAP oder auch eventuell sogar darüber hinaus?
00:19:30: Da haben Sie sich ganz wunderbare Zusammenstellungen herausgesucht mit FASD.
00:19:36: Autismus-Spektrum und dann noch womöglich ein traumatisiertes Kind dazu.
00:19:43: Die Zusammenstellung gibt das sicherlich aber wir müssen halt wenn wir jetzt an die geteilten Einzelfallhilfen denken dabei, ist das möglich.
00:19:52: Es ist umsetzbar und es ist in vielen Fällen tatsächlich so dass die Kinder keine vollumfängliche Begleitung brauchen sondern eben zu bestimmten Zeiten, zu unterschiedlichen Zeiten In verschiedenen Situationen und das zweite und das dritte Kind wieder zu anderen Zeiten.
00:20:08: Das braucht oder die Kinder auch mal lernen sollen.
00:20:12: in der Zeit Und das können sie egal ob Sie aus dem Spektrum kommen Trauma zum Beispiel, vorliegt auch mal einen Moment abzuwarten und ich direkt den... Ich drück's mal etwas frech aus dem persönlichen Bediensteten direkt nebenan zu haben.
00:20:26: Und von daher ist es in vielen Fällen unheimlich gut möglich tatsächlich zu poolen.
00:20:33: Es gibt auch Kinder da gehts nicht das ist ganz klar die nicht zusammengesetzt werden können.
00:20:39: aber in vielen fällen ist das gut möglich und wir machen ja die Erfahrung jetzt an der Hartenstein Gesamtschule, wo wir im infrastrukturellen Modell tätig sind.
00:20:49: Das ist natürlich jetzt keine Förderschule aber auch die haben viele Kinder mit besonderen Förderbedarfen.
00:20:53: dort an der Schule, wo das sehr gut möglich ist, wo speziell unsere Mitarbeiter, die vor Ort sind immer... mit den Lehrern in Absprache sind und dann gucken, in welchen Stunden.
00:21:04: Weil es ist ja auch fächerabhängig zum Teil.
00:21:06: Es ist von der Tageszeit abhängig unter Umständen.
00:21:09: Und daneben geguckt wird wie viele Mitarbeiter sind in welcher Stunde tatsächlich nötig?
00:21:14: In welcher Klasse?
00:21:15: In welche Fach- und die Mitarbeiter sich da ein sehr guter Absprach mit den Klassenlehrern oder auch mit den Fachlehreren befinden um dann zu gucken wo sie dann im Einsatz sind.
00:21:26: nach den Rückmeldungen, die wir kriegen vonseiten der Schule läuft das also ausgesprochen gut und gewinnbringend für alle Beteiligten, für die Lehrer.
00:21:36: Für unsere Mitarbeiter und natürlich das Wichtigste für die
00:21:39: Kinder.".
00:21:41: Dieser ganzen Diskussion geht aber ein aktueller politischer Prozess voraus.
00:21:46: Ein Papier wurde veröffentlicht aus einer Arbeitsgruppe vom Bundeskanzleramt, mehreren Ministerien, Bundesländern und kommunalen Spitzenverbänden.
00:21:53: In dem Papier geht es um Kürzungsvorschläge.
00:21:56: Konkret geht es zum Beispiel darum, bei Integrationshilfen und Schulassistenzen für Kinder mit Behinderung etwas zu streichen.
00:22:03: Der paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert das stark – auch die SAB-Rohr sieht da eine Gefahr.
00:22:08: Keine Frage!
00:22:09: Joss Manderbach sieht die Diskussion aber von zwei Seiten.
00:22:15: Also es gibt da Positionen, die wir natürlich als Kostenträger so in Reihenform nicht vertreten können.
00:22:27: Kaminettenverband, der sagt es darf auf keinen Fall in irgendeiner Form irgendetwas angetastet werden.
00:22:34: Wir haben halt auch jedes Jahr den enorm wachsenden Bedarf in allen Bereichen und wir haben halt diesen Reformbedarf im Rücken.
00:22:46: also dass irgendwas passieren muss das sehen wir ja auch schon.
00:22:51: Und wir machen eben auch die Erfahrungen, die Frau Kaufmann gerade gemacht hat.
00:22:56: Wir machen das mit diesen Strukturmodellen seit vielen Jahren und machen es jetzt in den Regelschulen – also wir fangen jetzt auch an, das in den Regelschulen so aufzurollen im Eining und sehen dass da wirklich viele Kinder von profitieren, die wir sonst überhaupt nicht auf dem Schirm hätten.
00:23:17: Diese Kinder sind ja nur auch in den Schulen!
00:23:20: Die brauchen auch ihre Förderung, die profitieren natürlich von diesen Strukturmodellen.
00:23:24: Insofern bin ich da nicht so eindeutig kein Fan von.
00:23:30: Ich kann das verstehen dass sofort gesagt wird ja dann ist die UN behinderten Konvention in Gefahr und so weiter und so fort.
00:23:39: aber unsere Praxis ist eigentlich selbst in den ganzen Schulen wo wir um das sind inzwischen zwölf Schulen im Buchen wo wir diese Infrastrukturmodelle haben, da haben wir überall auch Einzelförderung.
00:23:50: Wir haben überall Kinder, die dann trotzdem noch zusätzlichen Einzelmenschen haben weil sie eben so eine Art von Förderung brauchen oder so eine art von Winderung haben, die eben so ein zu ein Situation notwendig machen.
00:24:04: Aber unsere These ist eigentlich schon das wenn ich Da sind die Länder auch in der Pflicht.
00:24:16: Wenn ich eine gute Ausstattung für Inklusion habe, dass sich dann wesentlich weniger Eins-zu-Einsförderung brauche und das ich natürlich darüber überlegen kann wie ich ansonsten Schulen ausstatten kann oder wie ich an sonst Schule gestalten muss – das sind Reformprozesse, die würden wir gerne zusammen mit den Sonderpädagogen, mit allen anderen zusammen überlegen.
00:24:46: So sagen müssen denn erst Klesler an der Schule für geistige Entwicklung morgens um halb sieben abgeholt werden und abends um sechs gebracht werden.
00:24:58: Und dann in eine Umgebung kommen die überhaupt nicht kindgerecht ist und dann da verbleiben den ganzen Tag während andere Kinder.
00:25:07: man sagt also die Stundentafel für normal das erste Schuljahr ist so mit zwanzig Stunden schon ganz gut gemacht.
00:25:14: Das sind lauter so Sachen, die man eigentlich nicht verstehen kann.
00:25:18: aber um ihre Frage zu beantworten ich glaube schon wenn das mit Verstand gemacht wird dass wir mit diesen Strukturmodellen sehr weit kommen können und dass es weiterhin immer auch Einzelförderung geben wird.
00:25:33: also sie werden da in denen die Sparte nicht ganz zumachen müssen.
00:25:42: Jetzt haben wir uns natürlich alle die ganzen Gesetze und Entwürfe und die entsprechenden Kommentare dazu, der diversen Arbeitsgemeinschaften auch durchgelesen versucht das Ganze zu interpretieren.
00:25:57: Und wir glauben... Wir haben schon verstanden also was der politische Weg sein wird.
00:26:04: Infrastrukturelle Bildungsassistenz ist definitiv aus unserer Sicht rein intuitiv ein guter Weg.
00:26:13: Was ich aber allerdings in dieser ganzen Diskussion selbst also überhaupt nicht verstanden habe, nirgendwo hab' ich das nachlesen können.
00:26:19: Niemand beschäftigt sich mit der Qualität der Dienste die diesen Job zu erledigen haben.
00:26:24: Also
00:26:25: ohne uns jetzt einfach in irgendeine Konkurrenzbeziehung setzen zu wollen zur anderen Diensten.
00:26:30: Transparenz ist nicht häufig gegeben.
00:26:33: Das mögen Sie vielleicht anders sehen.
00:26:36: Wir haben uns ja vom Anfang an versucht, also die SAP Ruhr als Ja, als ein Dienst zu positionieren der tatsächlich tagtäglich versucht die Fachlichkeit anzuheben.
00:26:49: Um damit tatsächlich auch wirklich diesem Anspruch der Bildungsassistenz gerecht zu werden gibt es im Hintergrund Diskussionen, die wir nicht mitbekommen haben, die tatsächlich auch die Fachlichkeit und die Qualität der Dienste betrifft?
00:27:08: Ja diese Diskussion gibt's.
00:27:14: Also.
00:27:14: Bremen hat zum Beispiel da vorgestellt in Köln jetzt an der Universität und Bremen, hat eben als gesagt wir stellen nur Fachkräfte ein.
00:27:23: Jetzt kann man sagen was ist eine Fachkraft?
00:27:25: Für diese ist ne Fachkraft heile Erziehungspfleger oder jemanden der Erziehererzieherin ist.
00:27:37: Und die haben dann eben ihre ihre Strukturmodelle mit diesem Jungtim versehen.
00:27:45: Das Problem ist ein Bundesland und eine Stadt, also die können Dinge sehr weitgehend selber machen.
00:27:52: und so eine Überlegung würde ich mir in Nordrhein-Westfalen auch wünschen dass man sagt also das und das ist der Standard für diese Infrastrukturmodelle wenn wir die ausrollen dann brauchen wir den und den Standard und wir müssen wahrscheinlich da schauen, was wir an Leuten überhaupt haben.
00:28:11: Weil die ja in den anderen Systemen auch im Augenblick drin sind.
00:28:16: also wir kriegen bei Erzieherinnen jetzt in den nächsten Jahren eine Entspannung weil da einfach keine Kinder mehr da sind in den jungen Bereichen.
00:28:26: aber trotzdem werden wir und wir haben bei Erzieren und Erziehern auch ein Angebot weil eben viele Menschen die Kinder haben eben ganz gerne dann auch so arbeiten wie die Kinder, also in den Ferien frei sind.
00:28:44: Also da sind diese Arbeitsmodelle eben attraktiv zu sagen.
00:28:49: Wenn das jetzt längerfristige Arbeitsverträge sind wird es eine attraktive Sache.
00:28:55: Dann wäre es an der Zeit zu sagen was muss er noch nachlernen?
00:29:00: Was muss er denn noch mitbringen?
00:29:03: Wie muss die Qualifizierung sein?
00:29:06: Wir haben beim Jugendamt eine Entgelt- und Vertragskommission.
00:29:14: Da gibt es dann eben auch Menschen, die darauf achten, dass diese Entgelte und Verträge ausgehandelt werden.
00:29:21: Dann wird dementsprechend geguckt, dass die Qualität, die da geliefert werden muss, geliefert wird.
00:29:27: Das ist in der Erziehungshilfe sehr viel ausgefallen.
00:29:34: Also da sind die Standards sehr viel festgelegt, das ist sehr viel ausgefallen.
00:29:37: Wenn Sie in dem Bereich tätig werden wollten, müssten sie ganz andere Nachweise bringen als bei uns.
00:29:45: Das ärgerlich!
00:29:47: Also für uns ärgerlig.
00:29:52: Ich bekomme drei mal... also in vierzehn Tagen habe ich drei Anrufe von Menschen, die bei uns Schulbegleitung machen wollen im Buch.
00:30:08: Wir haben da große Schwierigkeiten, das in Bahnen zu lenken und dann eben auch gewisse Standards aufrechtzuhalten weil es sie nicht gibt.
00:30:18: Da müsste eigentlich – auch da ist das Land gefordert – grundsätzlich zu sagen so in Nordrhein-Westfalen könnte ja das Schulministerium mit dabei sein.
00:30:29: wenn wir solche Strukturmodelle machen die Anbieter müssen ABC Dann können die Jugendämter sagen, okay wenn wir mit den Schulen zusammenarbeiten dann müssen wir ABC machen und dann können die anderen sagen ja das können wir nicht.
00:30:43: Das geht jetzt so ein bisschen in diesen Zukunfts-Talk.
00:30:46: was braucht es vielleicht noch?
00:30:47: entwickelt sich hin?
00:30:50: Da haben Sie jetzt also zwei Punkte angesprochen.
00:30:52: einmal irgendwie die Schulbegleitung die vielleicht in Zukunft ein ganz anderes Anforderungsprofil haben müssen sollten vorgeschrieben oder auch nicht wie auch immer und aber auch die Schulen, die ja irgendwie sich vielleicht weiterentwickeln müssten.
00:31:07: Was konkret also wenn Sie es jetzt mal malen könnten?
00:31:11: Was genau wird Ihnen denn in den Sinn kommen was auf jeden Fall irgendwie das vielleicht in Zukunft mal braucht?
00:31:17: Es ist ja lustig in einem Hörpodcast jetzt etwas zu malen.
00:31:22: Das ist sehr viel beschreiben, sehr viel Fantasie benutzen!
00:31:26: Also wenn sie sich Eine heutige Schule im Status quo vorstellen besteht ja aus Klassenzimmern.
00:31:35: Und wir haben einen erhöhten Anteil von Schülern und Schülerinnen, die partiell nicht klassenzimmertfähig sind.
00:31:42: Die also aufgrund ihrer psychischen Verfasstheit oder aufgrund Ihrer Behinderung ein Anteil des Tages nicht in einem klassischen Klassen Zimmer mit den anderen Kindern zusammen verbringen können.
00:31:57: Jedenfalls nicht gewinnbringend.
00:31:59: und wir haben eigentlich auch gute Modelle in Skandinavien, in Holland, in anderen Ländern wo Schule ganz anders aussieht.
00:32:12: Wo Klassenzimmer zwar in irgendeiner Form auch Notwendigkeit ist dass man mal zusammen irgendwelche Dinge lernt das aber viele viel mehr woanders stattfinden und dass es Ruhezonen gibt, dass es Möglichkeiten gibt.
00:32:33: So einen heißen Mandelkern mal wieder abzukühlen ohne das sofort nach Hause geschickt wird.
00:32:40: Und da gibt's ja so viele Dinge die eigentlich... eigentlich Schule auch anders denken könnte.
00:32:48: und wenn sie jetzt sagen, ich soll die malen dann malig die eben mit diesen Ruhr räumen.
00:32:53: Dann malig in den Schulen für geistige Entwicklung tatsächlich wie so eine U-Dreilandschaft weil wir haben da teilweise Kinder von ihren intellektuellen Fähigkeiten im Bereich zwei bis drei Jahre sind und die dann an so ein Tisch und an so einen Stuhl gesetzt werden unter Stunden ansetzen sollen das völliger Blödsinn ist.
00:33:14: Und da gibt's ganz viel, also wenn sie einen Heilpädagogen fragen.
00:33:18: Wir haben gelernt haptische Förderung, wir haben gelernt sensorische Dinge, das Gerüche wichtig sind, dass viele andere Dinge wichtig sind mit denen man was machen kann.
00:33:30: und wenn Sie eine deutsche Schule sehen ist das eben alles nicht da.
00:33:34: Da ist noch nicht mal ein gemütlicher Sitzplatz oder es kein Sofa oder sonst irgendwas.
00:33:40: Aber er sieht eine Chance darin, dass aufgrund des... naja sinkende Nachwuchses in Zukunft mehr Gebäude umgebaut werden könnten und dadurch mehr Räume anders verwendet werden könnten.
00:33:51: Trotzdem ist ihm auch bewusst, dass es gewisse Grenzen in diesen Wünschen gibt.
00:33:56: Die größte Baustelle sieht er etwa im Bereich der psychischen Auffälligkeiten.
00:34:00: Da fehlt es am PsychologInnen die sowas im Schulalltag auffangen
00:34:04: Weil das ja für alle Beteiligten gefährlich werden kann wenn keine Einzelförderung kamen Wenn da so Flurschehen passiert.
00:34:11: Aber das Ziel müsste eigentlich immer sein, auch da ein therapeutisches Angebot zu haben.
00:34:17: Auch für diese Kinder und Jungen, die therapeutisch das Angebot haben.
00:34:21: Und das haben wir ja nicht.
00:34:28: Wir bezahlen auch die Fahrten der Heilpädagogin in die Schulen.
00:34:33: Wir zahlen auch den Autismus-Therapeutinnen in die Schule.
00:34:42: Ja, wir haben keine Räumlichkeiten.
00:34:44: Wir haben ja nur einen Klassenzimmer.
00:34:49: Also da ist dann eben auch manchmal es ein bisschen schwierig oder ich habe mal Besuch in der Schule gemacht und da ging's um die Mittagbetreuung damals also OGS Geschichte.
00:35:03: Da war dann das für einen von unseren Kindern relativ schwierig weil er relativ sensibel war.
00:35:10: Und dann waren die da auf so einem Schulhof, von so einem großen alten Schulgebäude.
00:35:15: Waren die da alle zusammen mit ninety-fünf Leuten und da war ein Lärmpegel wie bei einem startenden Düsenjet.
00:35:24: Das wäre mir auch schwer gefallen, Hausaufgaben zu erledigen.
00:35:30: Dann habe ich gefragt ja warum geht ihr denn nicht in die Schule?
00:35:33: Die Schule ist so... Da sind doch jetzt zwölf Klassenzimmer man die Kinder doch verteilen könnte, da könnte man noch mal ein bisschen Ruhe reinbringen.
00:35:42: Ich sage ja der wird ja geputzt also er wird ja mittags geputst, dann können wir ja nachmittags nicht reingehen.
00:35:48: und das ist so ein Beispiel wie Deutschland so funktioniert, wo man so denkt bitte!
00:35:55: Ja jetzt wurde auch ganz viel.
00:35:57: erst mal finde ich es total spannend zuzuhören Weil die ganze Zeit das Thema ist, wie können wir mit dem System uns verändern?
00:36:05: Und nicht, wie müssen sich Kinder sich verändern.
00:36:07: Das ist genau der Gedanke der Inklusion und dass er hier so lebt, finde ich erst mal ganz wertvoll.
00:36:14: Man merkt diesen Gedanken ja auch mittlerweile wenn Schulen neu gebaut werden, dass es Räumlichkeiten gibt, wie Sie sie gerade beschrieben haben.
00:36:22: Dass es Rückzugsmöglichkeiten gibt.
00:36:24: Das sind dann aber häufig die Räume, wenn ein Klassenraum vielleicht aufgrund eines Wasserschadens nicht mehr benutzt bei ist.
00:36:32: Und dann ist dieser Differenzierungsraum, den wir hatten wieder weg.
00:36:38: und die Frage, die sich mir daraus stellt es wie können wir denn die Bedeutung von genau solchen Maßnahmen und auch von der Unterstützung und Inklusion und Förderung im Allgemeinen so sichtbar machen dass genau das vielleicht in Zukunft weniger passiert?
00:36:59: Ja, also eigentlich sollte es dem Beruf des Sonderpädagogen nicht geben.
00:37:04: Das wäre die Maßnahme, die da notwendig wäre.
00:37:08: Eigentlich müsste jeder Pädagoge eben diese Prüfung auch in seinem pädagogischen Studium machen.
00:37:13: Es müsste eigentlich auch da diese Trennung nicht mehr geben, das müsste eigentlich jeder... Ich meine wir haben in den Jahrzehnten nach ihrem Studium eigentlich eine ganz schöne Gehalts- Profile und die haben eigentlich die Möglichkeit eben auch, müssten alle diese Dinge mit lernen und bedenken.
00:37:37: Und es ist tatsächlich so nicht nur in dem Fall wie Sie sagen dass dann diese Räumlichkeiten wieder genutzt werden wenn irgendwelche anderen Sachen sind.
00:37:48: Es ist zum Beispiel bei Leserechtschreibförderung Wenn Sie hören, was in den Grundschulen ausfällt ist sind die Randstunden wohl diese Rechtschreibförderung.
00:38:00: Das Erste, das hinten rüber fällt oder die Sonderpädagogen, die an der Grundschule eingesetzt werden um die behinderten Kinder zu fördern.
00:38:08: Die werden im Vertretungs- und Richt eingesetzt.
00:38:11: Die sind ganz normalen Klassen, die werden in dem Vertretung... Die Stunden werden nicht gegeben, diese Förderstunden für die inklusiven Kinder.
00:38:21: Das ist natürlich das Gift da drin, das ist das Gift was wir haben.
00:38:26: wo dann irgendwann auch gesagt wird das wird ja gar nicht gemacht mit der Inklusion.
00:38:30: Ja das wird hier gar nicht gelebt und da muss es also.
00:38:36: da finde ich da muss ganz anders.
00:38:39: das dürfte dann eben nicht sein Wenn Unterricht, das gibt es sogar Erlasse dazu.
00:38:44: Wenn Unterlicht gekürzt wird, muss der Unterricht gleichmäßig gekürzwert werden?
00:38:47: Ich kann jetzt nicht als erstes die Leserechtschabförderung wegfallen lassen oder... Sondern das muss eigentlich anders gemacht werden.
00:38:54: Aber solange da keiner ist, der das kontrolliert.
00:38:59: Ist das eben machen die halt was sie wollen.
00:39:01: Wir haben zum Beispiel ein Riesenproblem im Augenblick wo uns gesagt wird also wenn der kein Schubelgleiter bekommt Dann können wir den nur zwei Stunden am Tag beschulen.
00:39:14: Oder gar nicht beschulen, der kann nur kommen wenn er ein Schulbegleiter bekommt.
00:39:20: und das steht nicht im Schulgesetz.
00:39:23: Das wird gemacht, da steht nicht dem Schulgesetz, das ist illegal.
00:39:27: Die Kinder haben einen Recht auf Schule.
00:39:29: auch die komplette Stundentafel, die kann man nicht irgendwie ab sein und so.
00:39:34: Aber das wird gemacht Und viele wissen dass es nicht so ist Und ich sitze teilweise mit Schulleitern beim Schulrat, um diese Causa zu besprechen.
00:39:46: Also wo wir genau sagen, dem Paragrafen gibt es nicht was sie da machen.
00:39:52: Ja?
00:39:53: Das darf für ein paar Wochen, darf ein Kind mit Absprache... Mit den Eltern in... Absprachen mit den Eltern darf ein kind für ein Paar Wochen verkürzt beschult werden.
00:40:03: aber wir haben ja Kinder die werden seit drei Jahren verkürz beschulden und das Dann wird gesagt, wenn der in ihr Hilfe hätte dann wäre das ja nicht so.
00:40:14: Das ist dann schwierig.
00:40:20: aber das ist natürlich auch was was man in der Öffentlichkeit relativ schlecht.
00:40:23: wem soll man das auseinander klamüsern wer für was zuständig ist und so weiter.
00:40:28: vor allen Dingen wer berät die Eltern in dem Sinne dass sie sagen dass man sagt unterschreiben soll es nicht.
00:40:35: Also würde ich Eltern immer ran zu sagen Das ist nicht im Schulgesetz, das unterschreibe ich nicht.
00:40:44: Wobei ich dabei ergänzend nur noch mal sagen möchte wir haben auch immer wieder Kinder wo wir die Bewilligung haben für die Schulbegleitung aber jede Schulbekleidung scheitert drück ich es mal vorsichtig so aus weil die Kinder derart herausfordernde Verhaltensweisen zeigen in diesem Schul Setting was gegeben wird sodass die dann ja oft leider als System Sprenger bezeichnet werden Weil man versucht, dieses Kind in dieses System zu pressen.
00:41:13: Die Schulbegleitung auch nichts ändern kann und eigentlich ja das System tatsächlich für dieses Kind überdacht werden muss damit was passendes gefunden wird.
00:41:21: Ja also da sind nicht viele.
00:41:24: Also die haben sie natürlich immer wieder weil sie bei ihnen auftragen aber so in der Gesamtzahl der Schüler sind das nicht so viele die insgesamt da sind.
00:41:34: Das sind schwierige Fälle Und wir haben uns als Klären- und Diagnostikstelle eben auch auf die Fahne geschrieben, diese Kinder auch mit denen zu versuchen.
00:41:45: Auch den alternative Möglichkeiten zu bieten um denen auch die Zeit zu geben, die sie brauchen um wieder in dieses Thema reinzukommen.
00:41:56: Ich höre das ja jeden Tag dass ein ganzes Klassenzimmer weint weil da einer auch gefährlicherweise Stühle geschmissen hat Das kann ich ja nicht in dem klären, dass ich den da lasse.
00:42:11: Ich muss jetzt erstmal die Sache so klären das da eben auch alle wieder zur Ruhe kommen und es wieder eine Möglichkeit gibt.
00:42:19: Das muss man situativ entscheiden.
00:42:20: und dann gibt's diese Eins zu Eins Leute aber immer mit der Maßgabe nicht acht Jahre lang eins zu eins.
00:42:29: Immer mit der Maßgabe überlegen wir gucken wie entwickelt sich das was gibt für Möglichkeiten.
00:42:38: Das war Klassenkliber.
00:42:40: Der Talk über Schubegleitung von der SAP Ruhr.
00:42:42: Ich würde mich freuen, wenn ihr auch in die nächste Folge reinhören würdet!
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