Episode 23 - Die Werkzeugkisten einer Schulbegleitung

Shownotes

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Transkript anzeigen

00:00:08: Die haben diesen Geräuschfilter unter Umständen nicht.

00:00:13: Und das führt natürlich, wenn wir uns das vorstellen zu enormem Stress und man spricht da auch vom Sensory overload.

00:00:19: also die sind so voll von Reizen, die sie verarbeiten müssen.

00:00:24: Das ist so immens anstrengend für Sie dass die ganz schnell überladen sein können und das kann dann zum völligen Rückzug führen oder auch zur völlige Eskalation.

00:00:36: Neuro-typischen Menschen hilft.

00:00:39: Das hilft neurodivergenten Menschen häufig noch viel intensiver, weil die genau diese von Ute gerade beschriebene Reizwilterstörungen

00:00:48: ja oft

00:00:48: haben.".

00:00:50: Ihr hört Klassenklima – der Talk über Schubegleitung von SAB Ruhr.

00:00:55: In diesem Podcast reden wir darüber was es bedeutet um braucht im Schubbegleiter zu sein.

00:01:00: Hürden, Kontroversen und Erfolge?

00:01:02: All das bespreche ich!

00:01:04: Als freie Journalistin, diesmal mit Ute und Jonas.

00:01:08: Die beiden kennt er schon aus vielen anderen Folgen.

00:01:12: Diesmal wird es eine sehr praktische Folge nicht weil wir Fallbeispiele besprechen sondern wir haben ganz viele Dinge die wir ausprobieren können.

00:01:20: Es geht um das Werkzeug einer Schuhbegleitung.

00:01:26: Das ist auch ein Volk auf dem ich mich jetzt richtig freue Weil für alle die jetzt zuhören und jetzt nicht sehen was hier auf dem Tisch liegt Wir haben ja richtig viel Krimskrams Kann man sagen auf dem Tisch, das ist richtig schön.

00:01:38: Ich freue mich voll weil wir auch mal wirklich Dinge anfassen können, Dinge beschreiben können und... Man kann so umgangssprachig jetzt glaube ich sagen dass wir eine Art Werkzeugkiste haben auf dem Tisch Und da ganz viele verschiedene Dinge sind Weil wir natürlich ganz viel schon im Podcast über Methoden gesprochen haben und in diesen Methoden kommen auch immer wieder Werkzeuge vor.

00:02:02: Aber diese Werkzeug-Kiste oder diese kleinen Dinge die ihr jetzt hier mithapt.

00:02:07: Die sind ja, vielleicht kann man sagen vorweggestellt vor jeglichen Methoden oder großen Strukturen, großen Theorien, wenn man sich merken muss und was habt ihr denn so für mich mitgebracht?

00:02:21: Eine ganz bunte Auswahl an Ja und ich finde da kann man auch schon direkt den ersten Unterschied machen.

00:02:28: Du sagst das gerade Methoden, Werkzeuge.

00:02:31: dazu kann man ja auch noch Kompetenzen mit reinbringen?

00:02:34: Vielleicht kann ich da eben schon mal einsteigen.

00:02:36: also wir sprechen bei uns nicht nur von dem von der Werkzeugkiste sondern auch von der Methodenkiste und der Kompetenzkiste und dass diese drei Kisten sind ganz wichtige Bestandteile für unsere Mitarbeiter.

00:02:50: die Kompetentkiste die bringen sie mit Ja, die versuchen wir ja schon rauszukitzeln.

00:02:57: Im Bewerbungsgespräch in der Einarbeitung.

00:03:01: natürlich wird die Kompetenzkiste auch erweitert aber da muss einfach eine Basis da sein.

00:03:07: Da geht es dann zum Beispiel um Empathie, um Teamfähigkeit und Kommunikation usw.

00:03:16: Und dann haben wir die Methodenkiste wo eben Methoden drin liegen die man erlernen sollte kann darf und so weiter.

00:03:27: Das ist dann zum Beispiel das bekannte Teach, Strukturierungsunterstützungshilfe die vielfach in der Autismustherapie angewandt wird aber auch was mich dann immer überrascht ganz viel in den Alltag, in Schulen inzwischen auftaucht.

00:03:49: Da gehören noch ganz viele andere Dinge rein in diese Methodenkiste.

00:03:53: Wir haben ja schon in einem vorhergehenden Podcast zum Beispiel über das ABC-Modell gesprochen, dass natürlich auch dazu gehört also in die Methodenkiste ganz viel genutzt wird.

00:04:04: wir haben aber in der Methodenkister zum Beispiel auch die Social Stories sind einfache Geschichten, die Verhalten erklären und das ist auch glaube ich etwas wo wir wo wir mal einen eigenen Podcast drüber machen können.

00:04:22: Wofür brauche ich eigentlich Social Stories?

00:04:24: Wie kann ich diese aufbauen, wie kann ich die einsetzen?

00:04:27: in vielfältigen Möglichkeiten und wichtig finde ich Paten da hatten wir uns ja auch im Vorfeld nochmal darüber unterhalten Auch als Methode das tatsächlich einzusetzen.

00:04:39: man kann natürlich das Gängige ist ein Kind Ein älteres Kind ist verantwortlich für das jüngere Kind.

00:04:46: Das hilft dem jüngeren Kind sich einzuleben, was wir dabei immer übersehen sind und wie viel es auch dem älternen Kind hilft, dass da wirklich dann wachsen kann zum Beispiel.

00:04:56: Auch so etwas gehört bei uns in den Methodenkuffereien.

00:04:59: Und mein allerliebste Methode ist tatsächlich die positive Bestärkung und das Lob.

00:05:05: Dann haben wir eben die Materialkiste, die wir hier tatsächlich einmal ausgebreitet haben mit ganz vielen ganz viele Dinge.

00:05:14: Und ja, was so unser persönlicher Stolz ist sozusagen, es ist unser Starterset für die Mitarbeiter in Atoi mit ganz viel Werkzeug drin wo wir uns vor vielen Jahren angefangen haben Gedanken zu machen Was kriegen unsere Mitarbeiter mit?

00:05:30: Nicht nur für die ersten Tage sondern generell für ihre Arbeit.

00:05:34: natürlich ist da ganz viel Mergedyce drin das ist ganz klar.

00:05:38: aber es ist auch ganz viel wertvolles drinnen Und darüber wollen wir ja heute sprechen.

00:05:44: Cool.

00:05:45: Jonas, willst du das mal öffnen?

00:05:46: Das

00:05:47: ist das Atoi schonmal.

00:05:48: Sollen wir die Büchse der Pandora öffnete?

00:05:50: Ja mach mal!

00:05:54: Wir haben ganz ganz... Also ich finde erstmal dieses Atois super voll und daran merkt man auch wie das gewachsen ist.

00:06:03: also man hatte dieses A to i und hat dann sich überlegt was kann man da reinpacken?

00:06:09: und es kommt ja auch immer mehr dazu weil Die Entwicklung ja auch einfach so ist, dass wir immer mehr Kinder mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen begleiten.

00:06:19: Also ich glaube das die Sichtweise wo Schulbegleitung sinnvoll eingesetzt werden kann sich auch einfach erweitert hat.

00:06:26: dadurch erweiterte sich dann am Ende des Tages auch genau dieses Atoi.

00:06:30: Ich packe einfach mal aus und ich beschreibe was ich in der Hand halte.

00:06:36: weil ihr das ja im Podcast nicht sehen könnt wäre das ganz hier kein Podcast würden wir vielleicht irgendwie unten der Telefonnummer einblenden und dann links so eine Zahl, wie viele Produkte noch auf Vorrat sind.

00:06:48: Aber wir wollen keine Verkaufsendung machen sondern wir wollen eigentlich ja Werkzeug- und Materialvorstellen für die Schulbegleitung.

00:06:55: da gehören manchmal so ganz ich nenn's mal banale Sachen wie Hygienetisch dazu.

00:07:00: auch die kann man im Alltag immer wieder in verschiedensten Situationen brauchen.

00:07:05: gleiches gilt für Desinfektionsmittel.

00:07:08: also das sind einfach so Sachen eigentlich gar nicht als Werkzeug für pädagogische Arbeit betiteln, sondern einfach als Verbrauchsmaterialien.

00:07:18: Dann ganz wichtig Traubenzucker?

00:07:21: Oh

00:07:22: ja!

00:07:23: Zum einen natürlich für die Schulbegleitung, dass man vielleicht auch noch die sechste Stunde durchhält und genug Kraft- und Energietankt aber auch vielleicht mal für ein Kind.

00:07:33: Ja dann Schreibmaterialien also alles was man irgendwie so an seinem Arbeitsplatz brauchen kann, Radiergummi, Büroklammern.

00:07:48: Ich finde sehr beliebt bei den Kindern.

00:07:50: häufig ist das was ich jetzt in der Hand habe und dass es nicht irgendein Anspitzer sondern das ist ein Anspitzer und er sieht aus wie eine Mülltonne.

00:08:00: Der hat unten auch zwei Räder und den kann man dann so über den Tisch rollen.

00:08:08: Jetzt denkt ihr euch vielleicht ja Per se cool kann man mal mitnehmen, aber inwiefern helfen diese banalen Dinge denn in der Schulbegleitung?

00:08:17: Die sind ja erstmal nur

00:08:19: praktisch.

00:08:20: Hier kann es dennoch direkt pädagogisch werden.

00:08:24: Sondern wir haben hier etwas wo wir bei Kindern Begeisterung auslösen können und wir haben was wo wir zum Beispiel mit dafür sorgen können Arbeitsplatzstruktur zu schaffen.

00:08:36: Wir können zb diese Mülltonne mit Krümmeln schnippseln Anspitzresten oder so beladen und darüber das Kind motivieren, den Arbeitsplatz aufzuräumen.

00:08:47: Weil es dem Kind vielleicht schwerfällt Ordnung und Struktur zu halten und auch ganz viele Reste und Abfälle immer liegen lässt auf dem Tisch.

00:08:56: Und dann habe ich diese super coole Milktonne.

00:09:00: Die

00:09:00: kann man öffnen Ich hab' das jetzt gerade hier schon so rumgespielt mit der Man kann die halt öffnend und dann halt da... Also ist es super nahe.

00:09:05: Aber wie du halt sagst net.

00:09:07: also dieses Struktur als Basic is ja So.

00:09:10: der erste kann man sagen oder?

00:09:12: Also auch als Werkzeug, dass diese Struktur halt irgendwie da sein muss.

00:09:16: Absolut.

00:09:17: und dann haben wir noch viel mehr Materialien.

00:09:20: Im Starterset haben wir zum Beispiel noch den Posted-Block.

00:09:24: das ist so eines meiner liebsten Werkzeuge weil man Posteds wirklich ganz vielfältig einsetzen kann.

00:09:35: Ihr könnt euch das so vorstellen, dass das eben größere und kleinere Zettel sind.

00:09:39: Und dann so kleine neonfarbene Marker nur.

00:09:44: Wenn wir damit einmal anfangen, können wir diese neonfarbenen Marker nicht nur dazu einsetzen, dass man zum Beispiel Buchseiten sich merken kann.

00:09:53: wo muss ich als nächstes aufschlagen?

00:09:55: Wo finde ich meine Hausaufgaben?

00:09:57: Sondern man kann auch tatsächlich die in ein Buch oder auf einem Arbeitsblatt über etwas drüber kleben, weil die Neonfarben sind sie durchsichtig und damit markiert man quasi schon etwas was hervorgehoben werden soll.

00:10:11: Wo das Augenmerk vielleicht doch nochmal drauf gerichtet werden

00:10:14: soll.".

00:10:14: Und während der Neonpost dazu dienen können dass man manche Sachen hervorhebt wie einen Textmarker der aber nicht permanent ist sondern den man immer wieder benutzen kann an verschiedene Stellen schieben kann kann man auch diese weißen Post-its nehmen, die nicht durchsichtig sind und Teile abkleben.

00:10:34: Zum Beispiel wenn man weiß das Kind hat Schwierigkeiten mit Multiplikationsaufgaben.

00:10:42: Und weil es die ersten drei Aufgaben sind plus und minus und die vierte Aufgabe ist eine Mahlaufgabe.

00:10:48: Man weiß ganz genau dieses Kind, wenn er die Mahlaufgaben sieht wird es gar nicht erst anfangen diesen Zettel zu bearbeiten, und die Frustrationstoleranz so niedrig sind oder die Hemmschwelle so hoch, die Fristrations-Toleranz dann so niedrig.

00:11:05: Und dann das Kind einfach sagt, mach ich einfach gar nichts weil ich sehe doch am Ende muss sich mal rechnen.

00:11:10: Wenn man diese Aufgabe abdeckt und abgeklebt, kann das Kind sich schrittweise auf die ersten drei Aufgaben gut einlassen.

00:11:19: Dann kann man ganz sensibel und feinfühlig mit dem Kind wenn diese Aufgaben erledigt sind und wenn das Kind Erfolge hatte gemeinsam auf die vierte Aufgabe gucken.

00:11:29: Also das sind quasi in dem Sinne ja so Dinge, die jetzt sehr plump sind, die man vielleicht auch so privat hat.

00:11:35: also ist es natürlich mega nice das schon ein Starter-Paket zu haben und das auf jeden Fall alles griffbereit zu haben aber die sehr banal sind um gegebenenfalls abzulenken schon eine gewisse Emotionsregulation zu haben indem man sagt okay ich sehe jetzt nicht zehn Aufgaben auf meinem Arbeitsplatz und bin schon völlig Fertig mit den Nerven, aber die schon sehr einfache Struktur bilden um zu sagen okay das sind so kleine Gimmicks die ich nutzen kann.

00:12:02: Ja und ich glaube dass ist genau das was eine Schulbegleitung braucht weil eine Schul Begleitung kommt ja nicht mit ihrem Lieferwagen ins Klassenzimmer gefahren und kann Koffer und Material ohne Ende dabei

00:12:15: haben.

00:12:17: Wir machen nur noch draußen Unterricht weil die Schulbeleitungen brauchen ganz viel Material.

00:12:22: Sondern der Gedanke ist ja quasi mit dem, was man sowieso im Schulalltag häufig da hat und auch in anderen Kontexten benutzt.

00:12:33: Sich das zu Nutze zu machen zur möglicherweise Strukturierung oder Fokussierung oder als Hilfsmittel für die Arbeit mit den Kindern.

00:12:44: Dass man gar nicht – Ja!

00:12:45: Mit drei Rucksäcken da jeden Tag ankommt oder dem Lieferwagen sondern dass man alles was man hat auch wirklich gut dabei haben kann.

00:12:54: Und das gelingt, glaube ich, wenn man sehr viel Material, dass sowieso da ist und auch noch anderweitig nutzen

00:13:01: kann.

00:13:02: Jetzt habt ihr mir in der Vorbereitung auch das Stichwort Pictogramme reingeschrieben?

00:13:09: Also ich weiß was ein Pictogramm ist aber wir hatten trotzdem so einen Fragezeichen gehabt.

00:13:14: Wir nutzen ganz viele Pyktogramme für verschiedenste Dinge.

00:13:20: Pyptogramme sind im Prinzip einfachste Abbildungen, die sehr deutlich machen was man möchte.

00:13:27: Also das kann sein dass du ein Pyktagramm hast mit einem Buch, wo einfach ein Buch abgebildet ist.

00:13:33: es kann aber auch sein dass Du einen Pyktgramm hast wo ein Gesicht ganz runter gebrochen abgebilt ist nur mit Augen und Ohren und dann der Finger auf den Mund liegt und jeder weiß was damit gemeint ist.

00:13:46: Und so gibt es für viele, viele Dinge dieser Piktogramme die im Schulalltag wichtig sind und die helfen auf vielfältigste Art und Weise.

00:13:56: Zum einen wieder das Kind zu erinnern.

00:13:58: Man könnte auch ein Piktagramm mitgeben, wohl dein Buch aus deinem Fach.

00:14:03: Man kann aber auch diese Piktgramme nutzen um Kinder an Regeln zu erinnern zum Beispiel Wir müssen uns das ja so vorstellen, dass eine Schulbegleitung so wenig wie möglich stören sollte im Unterricht.

00:14:14: Das heißt die soll also wenig wie möglich reden weil egal wie leise sie redet es ist ja ein Störgeräusch quasi dadurch und wenn man dann eben entsprechend der Regeln die gerade wichtig sind für das Kind die Pictogramma auf den Tisch dafür klebt.

00:14:32: Dann kann man das Kind einfach durch einen Zeug mit dem Finger daran erinnern.

00:14:36: Also ich bin leiser Zum Beispiel, und dann zeigt die Mitarbeiterin der Mitarbeiter einfach nur auf dieses Piktogramm mit dem Finger.

00:14:45: Und erinnert so...

00:14:46: Es geht ganz platt um eine Visualisierung.

00:14:49: Wenn verbal ein Wunsch etwa nicht ankommt kann einem Piktagramm helfen es auf eine andere Weise zu vermitteln.

00:14:56: Und die Essa Beruhr stellt verschiedene Piktogramme auf Anfrage einfach zur Verfügung.

00:15:01: Es gibt aber noch mehr.

00:15:02: Klebeband ist beispielsweise noch so ein cooles Gemäck.

00:15:06: Es können etwa die Grenzen eines Arbeitsplatzes gekennzeichnet werden, damit ein Kind nicht ständig an den Sitznachbar stößt oder durch die Klasse läuft.

00:15:14: Ist im Endeffekt auch eine Visualisierung?

00:15:18: Jetzt sind diese Tools, die wir bisher besprochen haben vor allem für die Struktur in der Schulbegleitung hilfreich.

00:15:24: Aber jetzt gehen wir in einen anderen Bereich.

00:15:27: Werkzeuge, die mehr mit der Wahrnehmung zu tun haben!

00:15:32: Das ist ja etwas was auch nicht auf dem Tisch liegt, das wir aber alle von rund Ohren gerade haben, Kopfhörer.

00:15:38: Ich glaube das ist auch etwas was man mittlerweile sehr viel kennt oder was fast schon wieder so weiß ich auch sehr viele auch erwachsene Menschen diese kleinen Loops um Ohr haben um eben wie eine Geräuschminderung zu erzielen.

00:15:54: und also was schon sehr bekannt ist sag' ich mal so aber es geht ja da nicht per se nur um jetzt ein Lärm Schutz, sondern das geht ja in der Schulbegleitung irgendwie darüber hinaus.

00:16:07: oder kann man so sagen?

00:16:08: Ich würde schon sagen dass es ein erster Linie an Lärmschutz ist.

00:16:12: Der aber dann Folgen hat und ich glaube das ist der wichtige Punkt.

00:16:16: Es geht nicht nur darum Geräusche zu reduzieren Sondern was passiert mit dem Kind wenn es weniger auditive Einflüsse hatte.

00:16:25: Und ich glaube Das ist der große Punkt der Veränderung bringen Kann Wenn ich Kopfhörer nutze.

00:16:33: Wir haben viele Kinder gerade die aus dem Autismus Spektrum oder auch die Kinder mit ADHS, die große Schwierigkeiten haben die Außenreize zu filtern.

00:16:43: Das heißt wenn wir uns das vorstellen wie selber wir haben einen Reizfilter ein automatischen ReizFilter eingebaut das heißt wir nehmen nur ungefähr fünf Prozent aller Reize die auf uns einprasseln war bewusst war, das andere wird alles unterbewusst bei uns geregelt.

00:17:01: Das heißt wenn draußen Krankenwagen vorbeifährt und ich wohne an einer Hauptstraße oder habe das Büro liegt an der Hauptstrasse wo regelmäßig Krankenwagen fahren dann nehmen wir diese Krankenwagen überhaupt nicht wahr.

00:17:14: Das ist das Gleiche wenn du in einer Einflugschneise eines Flughafens lebst.

00:17:17: Du nimmst es nicht wahr weil du dieses Geräusch einfach automatisch rausfiltern kannst nach einer gewissen Zeit Und unsere Kinder können dies nicht.

00:17:26: Die haben diesen Geräuschfilter unter Umständen nicht.

00:17:30: Und das führt natürlich, wenn wir uns das vorstellen zu enormen Stress und man spricht da auch vom Sensory overload.

00:17:37: Also die sind so voll von Reizen, die sie verarbeiten müssen.

00:17:41: Das ist so immens anstrengend für Sie dass die ganz schnell überladen sein können und das kann dann zum völligen Rückzug führen oder auch zur völlige Eskalation.

00:17:54: Da sind natürlich die Kopfhörer ganz extrem wichtiges Hilfsmittel, was in vielen Klassen schon zur Verfügung steht.

00:18:04: Tatsächlich sehen wir das immer wieder auch an Regelschulklassen so dass für unsere Kinder leichter ist es zu akzeptieren.

00:18:11: Das finde ich ein ganz wichtiger Punkt den du gerade aufgemacht hast mit.

00:18:15: das kostet die Kinder ganz viel Energie und das ist die Chance die wir einfach mit diesen Kopfhörern haben denen ja den Akku nicht zu schnell lehrt zu ziehen, dass wir den mehr Kapazitäten geben andere Situationen dann vielleicht wieder länger oder besser zum Meistern damit umzugehen weil ich noch Restakku habe.

00:18:40: Wir lösen die Probleme von einem Kind jetzt aber nicht einfach indem wir ihr oder ihm Kopfhörer aufsetzen.

00:18:46: Aber es ist vielleicht ein erster Schritt oder eine Sensibilisierung für dieses Themenfeld Genau wie es beim Lernberu funktionieren kann.

00:18:55: Willst du das haben oder soll ich das bei

00:18:56: mir aufstellen?

00:18:57: Das stellt gerne bei dir auf, damit du nicht so reizüberflutet bist heute.

00:19:00: Hier liegt nämlich schon relativ viel bei mir und das ist für mich die erste Frage, die man sich dann auch direkt stellen kann beim Lernbüro wie gestalte ich das?

00:19:07: also das Lern Büro grenzt ja mein Arbeitsplatz ein in dem es wir kennen das glaube ich viele von uns kennen das aus ihrer Schulzeit mit dem Wir machen hier keine Werbung aber mit dem Dirke Weltatlas der dann immer so zwischen mir und meiner Sitznachbarin aufgestellt wurde, damit keiner abschreibt.

00:19:26: Ich hatte das aber anders schon mit Papierdingern.

00:19:28: Also wir hatten schon

00:19:31: die fortgeschrittene Variante

00:19:34: in der Grundschule.

00:19:35: Da gab es dann so Papierdreiecks-Sachen... Und ich dachte halt damals wirklich okay, ne?

00:19:40: Das ist jetzt nur wegen Abgucken und so.

00:19:43: Aber dass jetzt in der Fortentwicklung zu sehen ... Meine Schulzeit ist ja noch nicht so lange her Und es sieht halt aus wie eine Vertonungskammer.

00:19:53: Das ist auch, glaube ich ne mal ganz spannend weil das so aus einem Filz gearbeitet ist und sehr stabil und das ist dann klar, es grenzt den Arbeitsbereich ein aber es hat auch eine automatische Lärmschluckung.

00:20:06: Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt noch dass es auch auditive Reize filtert.

00:20:14: Ich habe da für mich auch gemerkt in der Selbstreflexion einfach dieses Atlas aufstellen, gerade bei irgendwie Klassenarbeiten oder so wo es dann auch die Lehrkräfte angeordnet haben dass da eine Sichttrennung stattfindet.

00:20:32: Ich hatte immer das Gefühl einmal rüber schielen kann man doch gar nicht um abzugucken sondern um zu sehen wie weit ist die andere Person?

00:20:42: Ist die schon auf Seite drei?

00:20:44: Gibt es vielleicht nur Rückseite, die man noch bearbeiten muss.

00:20:46: Hat die die gleiche Arbeit wie ich?

00:20:48: und all das sind ja wieder und da sind wir wieder bei diesem Punkt Einflüsse von außen.

00:20:53: Und wenn nicht konzentriert arbeiten möchte was Ich ja auch in zum Beispiel einer Klassenarbeit tun möchte dann hilft Es mir einfach mein Sichtfeld einzuschrecken.

00:21:03: und was Neuro typischen Menschen hilft Das hilft neurodivergenten menschen häufig noch viel intensiver, weil die genau diese von Ute gerade beschriebene Reizfilterstörungen ja oft haben.

00:21:18: Aber wir waren eigentlich bei der Einrichtung...

00:21:20: Genau!

00:21:20: Wir waren eigentlich beim Lernbüro an sich.

00:21:22: Bei der Einrichten sind da etwas abgeschweiften inzwischen.

00:21:25: also wir haben diesen Filzaufsteller sozusagen so könnt ihr euch den vorstellen von innen auch ausgestattet werden kann, weil wir wollen ja dass das Kind diesen Ausstatter akzeptiert.

00:21:41: Wir wollen den nicht einfach so hinstellen und das Kind lehnt das dann ab, weil es ja auch wieder die Sorge hat oh ich bin anders!

00:21:50: Ich werde stigmatisiert und so hat dieser Filzausstatter, den wir hier haben drin kleine Fächer als Netze und auch Gummibänder wo man Sachen reintun könnte.

00:22:03: Das heißt, theoretisch könnte das Kind sich da ein eigenes kleines Büro einrichten daher auch Lernbüro, wo es sich zum Beispiel einen Stift reinsteckt oder wo er sich im Pictogramm reinlegt an was es denken muss.

00:22:16: Ich habe z.B hier in meinem Lern-Büro habe ich gerade ein Pictogram von einer Person die Ja, mit den Arm zurückgelehnt.

00:22:23: auf dem Stuhl sitzt vor ihr steht eine Kaffeetasse und das habe ich hier bei mir in meinem Lernbüro.

00:22:29: Und das könnte ja zum Beispiel ein Arbeitsanreiz sein dass wenn man dann sagt okay ich hab in dem Lern Büro habe jetzt dieses Pictogramm und dann stellt meine Schulbegleitung mir vielleicht noch einen Timer.

00:22:38: Dann weiß ich... Das ist die Aussicht ich habe!

00:22:41: Ich kann mich wenn der Timer durchgelaufen ist zurücklehnen und einen Kaffee trinken So wie wir nach dem Podcast.

00:22:48: Das

00:22:48: ist jetzt ein Anreiz.

00:22:50: Das haben wir absichtlich

00:22:51: gemacht.

00:22:54: Man könnte aber auch eben, gerade wenn es sich um jüngere Kinder zum Beispiel handelt die unsicher sind ein Foto von Mama oder Papa da reinstecken oder vom Hund der zu Hause lebt oder was auch immer.

00:23:10: eine Vertrauensperson Ein Vertrauenstier, sodass das Kind das angucken kann und damit wieder Sicherheit gewinnen.

00:23:18: So ein Lärmbüro ist schon wirklich fancy unbesonders!

00:23:22: Aber an der Stelle müssen wir einmal kurz betonen dass solche Werkzeuge natürlich Geld kosten.

00:23:28: Viele Dinge stellt die SAB Ruhr am Anfang zur Verfügung aber es bekommt natürlich nicht jede Schubegleitung alles – das wäre gar nicht machbar.

00:23:36: Aber die Schubegleitung soll natürlich auch nicht ihr Gehalt für etliche Werkzeige ausgeben.

00:23:43: Da muss man dann einfach gucken, zum einen ist das sinnvoll für das Kind und dann welche Möglichkeit finde ich das anzuschaffen.

00:23:49: Weil da ist uns immer auch ganz wichtig die Schulbegleitung sollen jetzt nicht für die Kinder diese Lernbüros kaufen sondern da muss es andere Möglichkeiten und Wege entweder über die Schule oder über das Elternhaus dass es eigentlich unsere Parade Lösung geben um das Kind da bestmöglich zu unterstützen.

00:24:06: Das sollte natürlich auch was Stabiles sein wie das, was wir jetzt hier stehen haben.

00:24:10: Es gibt es auch in Papp-Version, wie du's ja kennst der Ferle aus der Schule offensichtlich noch die wahrscheinlich einer ersten kleinen Eskalation zu der es kommen kann gerade wenn eine Reizuüberflutung sich angestaut hat.

00:24:28: quasi dann kann das Büro auch mal fliegen oder beschädigt werden und das ist glaube ich bei dieser Filzversion ungleich schwieriger Wenn wir jetzt mal von dem Lernbüro und den Kopfhörern weggehen, aber bei der Wahrnehmung bleiben.

00:24:40: Dann haben wir ja noch zum Beispiel Gewichtstiere.

00:24:46: Große Diskussionen sind vor einigen Jahren die Gewichtswesten gewesen.

00:24:50: Die Kinder mit Wahrneemungsstörungen bekommen haben.

00:24:55: das wurde heißt diskutiert ob das Richtung Kindeswohlgefährdung gehen würde oder nicht.

00:25:03: Ja, was soll man zu den Gewichtswesten sagen?

00:25:06: Ich denke immer wenn es dem Kind hilft und das Kind dieses akzeptiert sich selber und seinen Körper besser wahrzunehmen dann ist das eine gute Möglichkeit.

00:25:17: Eine schönere Möglichkeit ist natürlich mit so kleinen Gewichtstieren ich habe hier einen Hund zu arbeiten die man auf Körperpartien legen kann, sei es auf die Schulter oder auf den Schoß.

00:25:29: Sei es das Kind hat das auf dem Arm so dass sich selber dadurch durch dieses Gewicht was es dann verspürt besser wahrnehmen kann.

00:25:39: und das ist glaube ich da auch noch ja was ganz schönes Süßes als Hilfsmittel was den Kindern wirklich sehr hilft für ihre Körperwahrnehmung und damit in der Folge dann auch für eine bessere Konzentrationsfähigkeit weil's nicht damit beschäftigt es sich selber irgendwie zu organisieren sozusagen, also seinen eigenen Körper noch zu finden nicht wahrzunehmen rumzurutschen verzweifelt auf dem Stuhl weil seine eigenen Grenzen gar nicht kennt.

00:26:08: Und das ist für mich auch wieder der große Vorteil von einem Gewichtstier dass da auch relativ schnell eine Bindung entstehen kann vom Kind zu diesem Tier.

00:26:18: die entwickelt selten zu einer Weste oder was es ja auch noch gibt sind Gewichtsdecken.

00:26:24: Aber wenn ich ein Hund oder einen Bärchen da habe, für das sich irgendwie Gefühle entwickeln kann im Sinne von nicht nur ich fühle dieses Tier auf meinem Schoß liegend sondern ich finde dieses Tier toll und möchte, dass es diesem Tier gut geht.

00:26:41: dann schmeiße ich vielleicht einmal weniger in irgendeine Ecke weil ich gerade wütend bin Und ich sorge mich auch irgendwie um dieses Tier.

00:26:49: Da ist dann wieder das Gewicht elementar, weil wenn ich ein einfaches Kuscheltier habe und das zum Beispiel auf den Schoß lege – das vergesse ich irgendwann!

00:26:58: Das ist dann so leicht und da nehme ich es irgendwann nicht mehr wahr, weil es ja in meinen Flow übergegangen ist, dass es einfach da ist.

00:27:06: Dieses Gewicht sorgt an der Stelle dafür, dass er dauerhaft präsent bleibt bei den Kindern eine erwiesener Maßen beruhigende Wirkung.

00:27:17: Ich könnte mir das mal rübergehen, ich habe noch nie so ein Gewichtstier gehalten... Oh ja!

00:27:23: Das hat wirklich ein bisschen Gewicht.

00:27:24: Man sieht es jetzt nicht, aber ich leg mir das jetzt auf der Schulter.

00:27:29: irgendwie ganz schön.

00:27:31: Für die Kinder eben auch was Vertrautes dann?

00:27:34: Es kann wie so ein Kuscheltier sein, was einfach dann auch ganz viel Sicherheit gibt.

00:27:38: in dieser Situation zusätzlich dazu dass das Kind sich dadurch sich selbst seinen Körper einfach auch besser wahrnehmen kann.

00:27:47: Bei allen Dingen, sei es das Lernbrot die Kopfhörer Gewichtstiere ist es wichtig dass das Kind es annimmt solche Dinge zu personalisieren können dementsprechend enorm helfen denn wenn ein Kind das Werkzeug nicht mag ist es einfach nicht sinnvoll.

00:28:03: Ich würde sagen wir kommen in den letzten Bereich auf den ich mich am meisten freue den Bewegungsbereich.

00:28:08: oder was heißt Bewegung?

00:28:09: aber

00:28:10: ja doch fein und grobmotorik das sind ja unterschiedliche Bewegungsformen Und da grinst du uns ja nicht nur der Hund an, sondern uns grinst sie noch jemand an und das ist unser Superman.

00:28:21: Oh yeah!

00:28:23: Superman ist aus... Was ist das?

00:28:25: Oder ist er Schaumstoff?

00:28:26: Ja, Schaumbstoff

00:28:27: würde ich sagen.

00:28:29: Wie so ein Quetschball.

00:28:30: Es ist ein Quettspall in der Form von einem Superhelden, der bei den Kindern gerade bei Grundschulkindern sehr gut ankommt weil der einfach ... sehr cool aussieht und gleichzeitig den Effekt hat, dass ich ihn kneten kann.

00:28:48: Also ich ihn irgendwie in meinen Händen bewegen kann.

00:28:51: und da finde ich ist dann auch nochmal der große Vorteil zu einem Ball oder ähnlichem das die Oberfläche Struktur hat also das nicht alles gleich glatt und gleich rund ist sondern dass ich diesen Kopf habe den ich zwischen mein Fingern so wandern lassen kann den Superman auch an die Hand nehmen kann und auch die Hand vom Superman einfach mal drücken kann.

00:29:15: Und ich finde, das macht nochmal eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten aus, die bei anderen Formen weniger haben muss jetzt natürlich kein Superman sein, kann auch ne Wolke sein.

00:29:26: Wobei ich ja gerade den Superman einfach für unsere Kinder genial finde weil oft wenig Selbstbewusstsein haben unsere Kinder und sich selber nicht als super Helden, als tollen Menschen wahrnehmen die sie ja eigentlich sind.

00:29:44: Aber Sie kriegen halt immer wieder viel negatives Feedback gerade für Ihre ganzen Auffälligkeiten, für störende Verhaltensweisen, für die Unruhe, für den Nichtkonzentration usw.

00:29:56: Und wenn man sagt hier du bist für mich ein Superheld und nimm ihn für dich Der hilft dir, der gibt dir super Kräfte damit du auch ein Superman bist und bleibst usw.

00:30:08: Also von daher finde ich den allein von der Intention her auch total genial schon.

00:30:13: Zählt man das denn auch schon zum Fidget Toy?

00:30:18: Fidge Toy heißt ja im Endeffekt einfach dass es etwas ist was sich in der Hand haben kann und was so'n bisschen meine Feinmotorik anregt weil das was Ute gerade sagte mit dem Lärm und auf einmal ist auch die Motorik eingeschränkt.

00:30:34: Das geht in eine andere Richtung ja genauso, es kann ja auch sein dass ich motorisch so unruhig bin das sich so viel Bewegungsdrang habe.

00:30:43: im Großen heißt ich stehe auf Ich muss mich bewegen ich muss vielleicht sogar aus der Klasse raus ich brauche Auszeiten ich gehe zur Lehrkraft ich geh für jeden Schnipselpapier zum Mülleimer einfach um mich bewegen zu können, das wäre das große.

00:30:59: Aber es ist ja auch manchmal der Bewegungsdrang im Kleinen und auch den beobachten wir ganz viel nicht nur bei neurodivergenten Menschen und Kindern.

00:31:10: Ich zeig mal meinen Beliebtisses oder ich führe euch das vor, mein Beliebtes ist Fidgetoi Und alle dürfen mal raten was das ist.

00:31:18: Das Geräusch kenne glaube ich die meisten.

00:31:23: Wie viele Menschen kennen wir, die das machen?

00:31:26: Mit einem Kugelschreiben.

00:31:27: Oder wie viele Menschen können wir die Beine überschlagen und ein Fuß die ganze Zeit wippend ist?

00:31:35: All das sind ja Dinge wo wir dafür sorgen dass unsere Feinmotorik beansprucht wird damit wir uns auf andere Dinge besser konzentrieren können.

00:31:47: Dass wir einen Ventil haben Und genau das sollen fidget toys bewirken dass wir unsere Konzentration besser lenken können, weil wir diesen Bereits nachgehen und nachgeben können.

00:32:00: Und das aber gelenkt und strukturiert.

00:32:03: Weil das hier ist ja für alle anderen Kinder in der Klasse ultra störend!

00:32:10: Wenn ich jetzt einen Fidget-Teu habe wie zum Beispiel den Superman oder wir haben hier so Handschmeichler aus Plastik mit einer strukturierten Oberfläche wenn ich die in der Hand habe Daum drüber streichen kann.

00:32:25: Dann stört das viel, viel weniger und das ist ja die große Intention bei diesen Fidget Toys das entsprechend zu kanalisieren dass ich es situationsangepasst

00:32:36: gut

00:32:37: kanalisieren kann was mich an und umtreibt

00:32:40: Was mich aber am meisten anlächelt ist natürlich der Fidge Cube den sich gerade erst richtig

00:32:46: Den findest du super.

00:32:47: Ich stelle euch da auch meinen Lieblingsfidget toll vor, das hat aber gerade noch die Ute.

00:32:50: Also

00:32:52: ja, die Bälle sind auf jeden Fall auch sehr cool.

00:32:54: Das sind so drei ... Ach sie sind aneinander!

00:32:57: Aber mach du erst mal den

00:32:59: Würfel

00:32:59: und dann zeig ich's.

00:33:00: Wir werden hier schon jetzt völlig wie diese Kinder bei Weihnachten.

00:33:03: also ein Fidget Cube für alle, die es nicht kennen hat verschiedene Seiten.

00:33:06: man hört es hier oder oh und der hat auch Knöpfe, Knöpfel, die man nicht hört.

00:33:12: So ein Ball.

00:33:14: Oh das ist alles ich geben muss.

00:33:16: Es ist so toll, ich könnte den ganzen Tag damit verbringen.

00:33:19: Aber sonst macht es hier ganz sehr klack-klack-Klack.

00:33:21: deswegen lege ich den jetzt wieder weg weil...

00:33:22: Ich wusste auch das gerade nicht dass wir heute einen ISMR Podcast aufnehmen.

00:33:24: Oh wirklich?

00:33:25: Aber es gibt wirklich so tolle Fitsche Toys und du hast da diese drei coolen Bälle die magnetisch verbunden sind.

00:33:32: was ist das?

00:33:32: Ganz genau also das sind eigentlich mehr als drei Bälle.

00:33:35: ich habe jetzt exemplarisch drei mitgebracht Und die haben Magnetismus.

00:33:41: Das ist aus einer bleiben aneinander.

00:33:44: Ich kann sie aber auch gut auseinandersziehen, habe dadurch die erste Bewegungsmöglichkeit dass ich die drehen sich wieder einander annähern auseinander ziehen kann mit unterschiedlichen Widerständen die sich verändern.

00:33:57: Ich habe aber auch bei allen dieser Wellen und Kugeln habe ich unterschiedliche Oberflächen und das finde ist das was es so so hochgradig attraktiv macht für mich als Fidgetoy, dass ich zum Beispiel sowas habe was sehr stachlich ist mit ganz vielen kleinen herausschauenden Stacheln die fast massierend wirken in meiner Hand.

00:34:20: Ich hab aber auch eine Oberfläche wo so Rillen drin sind, die ich gerade als Kind mit kleineren Fingern super gut nachgehen kann und da einfach Sicherheit dieser Struktur und dieser Form finden kann.

00:34:33: ein bisschen wie so.

00:34:35: Die haben jetzt gerade gar nicht hier so Akku-Pressurringe.

00:34:38: Das sind ja auch Ringe aus meistens Metall oder Gummi, die ich um meine Finger legen kann und die zum einen ein Druck abgeben, die aber auch bewegen kann.

00:34:50: Auch hier kann ich die Oberfläche, die Haptik und die Struktur zum einen an dem Fingerspüren, um den ich den Ring gelegt habe, aber auch an den Fingern mit denen ich vielleicht den Ring bewege.

00:35:04: Da habe ich ja auch einen sensorischen Reiz wieder.

00:35:07: Und das ist auch das, was es bei den Wellen für mich so attraktiv macht, dass die so vielfältige sensorische Reize

00:35:14: haben.

00:35:16: Was ich noch wichtig finde – wir haben jetzt bisher darüber gesprochen -, dass es eben neurodivergenten Kinder die Möglichkeit gibt wenn sie es akzeptieren vorausgesetzt, dass sich die Kinder darüber besser konzentrieren können dass sie Energie auch darüber ablassen können.

00:35:34: Aber was ich auch wichtig finde, gerade wenn wir jetzt diesen Ball hier sehen diese Magnetkugel die so kleine Stacheln hat dann kann die durchaus als Timming für Kinder aus dem Autismus Spektrum genutzt werden.

00:35:49: das heißt wenn das Kind durch andere Außenreize überladen ist hat es die Möglichkeit über den doch relativ harten Reiz sich diesen Reiz zu setzen und damit abzulenken von den Außenreizen, um sich dadurch wieder besser regulieren zu können.

00:36:10: Das ist ja auch der Grundgedanke vor diesem Akkupressurring?

00:36:12: Ja genau und das bietet da eben nochmal gute Möglichkeiten letztendlich.

00:36:18: Das heißt diese ganzen Sachen sind wirklich total vielfältig einsetzbar.

00:36:25: nach meinem Kenntnisstand gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür dass das tatsächlich alles hilft.

00:36:30: aber Wir haben ganz, ganz viele Mitarbeiter die das einsetzen und wo es den Kindern unglaublich hilft.

00:36:39: Natürlich jedem Kind auf seine Art und bei jedem Kind muss man gucken was hilft tatsächlich?

00:36:43: Was wird akzeptiert?

00:36:46: Und da kommen wir an einen Punkt wo sich manche Lehrerinnen fragen was passiert denn wenn ich zum Beispiel eine solche Tool oder Werkzeugkiste zur Verfügung stelle?

00:36:57: Wollen das nicht alle Kinder die ganze Zeit nutzen und könnte es einen Unterricht negativ beeinflussen?

00:37:26: Grundlegend.

00:37:27: Kopfhörer da sind zum Beispiel oder Fidget Toys.

00:37:30: Dann ist das hilfreich für viele Kinder und am Anfang wollen, dass alle Kinder ausprobieren.

00:37:36: Und das ist ein verdammt anstrengender Monat für die Lehrkräfte und für die Klasse an sich weil es gibt Rangeline, es gibt Zankereien du hattest den Kopfhörer aber schon gestern.

00:37:46: jetzt will ich den auch mal.

00:37:48: Es stellt sich aber und das berichten mir ganz ganz viele Lehrkräften die das ausprobiert haben.

00:37:53: Die berichten es stellt sich ein Das ist eine neugierige und diese begeisterungsfähige Phase bei den Kindern, dass die das ausprobieren wollen.

00:38:02: Und das ist ja auch gut und richtig, dass sie das ausprubieren.

00:38:06: aber nach ein maximal zwei Monaten hat man diese Werkzeuge in der Klasse etabliert.

00:38:12: Man hat diesen Werkzeugkoffer da und die Kinder, die es wirklich brauchen, die greifen immer wieder darauf zurück weil die merken für sich mir hilft das!

00:38:22: Und die Kinder die es aus Neugierde ausprobiert haben was vollkommen gut und richtig ist, dass sie das tun damit diese Neugierde befriedigt wird.

00:38:31: Die nutzen es vielleicht noch in Ausnahmesituationen wo sie das vielleicht auch mal brauchen.

00:38:36: Und das finde ich ist ein unglaublich großer Gewinn dann

00:38:41: für

00:38:42: Gemeinschaften in denen gelernt und gearbeitet werden kann.

00:38:45: Das Tolle an all diesen Werkzeugen – und das ist genau das was Uthair gerade sagte wir müssen gucken was braucht Die einzelnen Kinder, also was hilft welchem Kind besonders gut um es dann zielführend einzusetzen.

00:39:01: Und da sind die Bedarfe nicht nur von den Diagnosen her getrennt sondern ganz ganz unterschiedlich so unterschiedlich wie die Kinder die wir

00:39:10: begleiten.

00:39:11: Das war Klassenklima der Talk über Schulbegleitung von der SAB Ruhr.

00:39:16: Ich würde mich freuen wenn ihr in die nächste Folge mal rein hört.

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