Episode 21 - FASD in der Schulbegleitung
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:07: Vor allem dieser Satz möchten wir, dass das in Zukunft nicht mehr passiert.
00:00:12: Das löst natürlich einen enormen Druck aus weil ja das Kind das möchte das auch nicht und es nimmt sich das auch vor und plant auch tatsächlich im Rahmen seiner Möglichkeiten, dass dieses Verhältnis nicht mehr gezeigt wird.
00:00:22: aber dann wenn die Frustrationstoleranz niedrig ist, dann sind diese Regeln nicht mehr abrufbar und dann wird das Kind natürlich trotzdem wütend.
00:00:35: also letztendlich auch das Ziel der Schulbegleiterin zu gucken.
00:00:40: Wie halte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten den Kontakt so entspannt wie möglich und wie reduziere ich die Reize, dass die Allgemeinkontaktion mental und auch körperlich runtergefahren werden um diese kurze Zündschnur nicht noch kürzerzumachen?
00:01:00: Ihr hört Klassenklima – Der Talk über Schulbekleidung von SAB Rohr.
00:01:05: In diesem Podcast reden wir darüber, was es bedeutet und braucht um Schulbegleiter zu sein.
00:01:10: Hürden, Kontroversen und Erfolge – all das bespreche ich, Fee als freie Journalistin diesmal mit Debucher!
00:01:18: Sie ist ursprünglich gelernte Highlight-Erziehungspflegerin und mittlerweile hauptberuflich als Reittherapeut enttätig.
00:01:24: Sie bietet Fortbildungen zu den Themen Bindung, Trauma, ADHS & FASC an auch bei uns bei der SAB Ruhr.
00:01:31: Mit ihr sprechen wir heute darüber, was Schurbegleitungen bei FASD beachten sollten.
00:01:46: Das wird ja unterteilt.
00:01:47: also FASd ist der Oberbegriff.
00:01:49: es gibt einmal die sogenannte Vollbild.
00:01:53: das Vollbild sagt aus dass es auch optische Merkmale gibt also nicht nur Merkmale etwas die Verhaltensweisen betrifft, sondern auch was die Optik betrifgt.
00:02:04: Und dann gibt es noch eine Abstufung, die nennt man das partielle FASD.
00:02:09: Da sind einige Merkmales vertreten und dann gibt's noch das ARND.
00:02:13: Das betriffe die Verhältnisauffälligkeiten ohne optische Merkmalen.
00:02:18: Und das ist eigentlich auch das, was am meisten betroffen ist.
00:02:21: Deswegen sprechen wir von einer unsichtbaren Behinderung.
00:02:25: Also ist es selten oder ist weniger eigentlich vertreten, dass die kinderoptische Merkballe haben.
00:02:31: Krass!
00:02:32: Das heißt, verhaltensmäßig ist das ja dann auch von diesen Abstufungen wahrscheinlich noch mal so eine Sache.
00:02:39: aber was sind denn dann so vielleicht typisch in großen Anführungszeichen typische Verhaltensweisen?
00:02:45: Woran ich das vielleicht erkennen könnte.
00:02:48: Das wird oft mit ADHS verwechselt, also ganz häufig eine Impulskontrollstörung und was wichtig ist Störungen der exekutiven Funktionen.
00:02:57: D.h.,
00:02:58: dass Planen handeln und reflektieren auch im Alltag ist behindert.
00:03:03: Also wie plane ich eine Tätigkeit?
00:03:07: Wie übe ich diese aus?
00:03:09: Und wie passe ich vielleicht mein Verhalten auch an die jeweilige Situation an?
00:03:13: All das ist eingeschränkt Und auffälliger im alltäglichen Verhalten.
00:03:19: Das können dann so Kleinigkeiten sein, wie ich nehme mir vor zu duschen stehe und der Dusche hab das Duschmittel vergessen meine Sachen vergessen solche Dinge also all das was sich plan muss in der handlung und dass macht das für die Betroffene nehmt den Alltag zu leben auch so anstrengend weil sie eigentlich immer damit beschäftigt sind.
00:03:38: an was muss ich denken?
00:03:39: habe ich in der Situation Zugriff darauf auf das erlernte Oder ist es verschwunden?
00:03:45: Es gibt Kinder, die gehen auf die Toilette und wissen nicht mehr wie sie sich die Hose öffnen sollen.
00:03:48: Dann kann man sich ja vorstellen, wie anstrengend das alltägliche Leben sein kann.
00:03:55: In dem Sinne existiert diese Lernkurve auch gar nicht so richtig oder?
00:04:00: Das kann man doch.
00:04:01: Es gibt eine Lerncurve aber ... Es ist so, dass das Erlernte nicht immer abrufbar ist.
00:04:06: Das kann vorhanden sein oder es ist auf einmal wie verschwunden und das ist natürlich die Herausforderung auch für Lehrer- und Schulbegleiterinnen oder für Lehrerin und für Schulbeleiterin, dass man sich nicht darauf verlassen kann was an einem Tag abruflbar ist und es wird häufig dann halt mit Unlust Ja, Verweigerungshaltung fehlinterpretiert.
00:04:32: Aber es ist so das kein Zugriff
00:04:34: stattfindet.".
00:04:37: Den Kindern wird dann eine Absicht unterstellt – also dass sie sich absichtlich dummstellen würden oder gemein sind!
00:04:43: Dabei ist es ein Nicht-Können und vor allem wenn Kinder mit FASD oder den genannten Unterform in die Pubertät kommen kommt die Scham dazu.
00:04:52: Das kann dann besonders psychisch fatal werden.
00:05:00: Und manchmal schaffe ich es doch punktuell, aber ich kann's nicht abrufen.
00:05:03: Das heißt, ich kann mich nicht mit anderen Kindern messen.
00:05:05: Viele Kinder fangen dann an zu kompensieren durch Wutanfälle, durch aggressives Verhalten, auch Rückzug oder spielen.
00:05:15: den Klassen klauen solche Dinge.
00:05:18: Versuchen also wieder ihre Rolle im System so ein bisschen zu versuchen?
00:05:22: Ja genau und sich nicht bloß stellen zu lassen.
00:05:26: Also gerade für Jugendliche ist das ein großes Thema.
00:05:29: Ja, die Betroffene sind tatsächlich traurig.
00:05:31: Deswegen ist eine frühzeitige Psycho-Education also eine Auseinandersetzung mit der Behinderung auch wichtig und was sehr wichtig ist dass viel Aufklärungsarbeit geleistet wird das wir nicht über ein eine vorübergehende Erscheinung sprechen sondern dass wir über eine Hirnorganische Schädigung sprechen die halt zustande gekommen ist durch den Alkoholkonsum in der Schwangerschaft Und irreparable ist.
00:05:56: Das heißt, die Kinder, Jugendliche und dann auch irgendwann Erwachsenen werden ein Leben lang Unterstützung und Begleitung brauchen.
00:06:03: Und das geht ungefähr ... Da sind ja immer Dunkelziffern.
00:06:06: Achtzig Prozent der betroffenen Personen so.
00:06:10: Warum stoßen eher klassische pädagogische Strategien an die Grenzen bei den Kindern?
00:06:19: funktioniert dann nicht, was wir vielleicht außer klassischen Schulbegleitung oder Erziehung kennen.
00:06:24: Warum scheitern diese Sachen?
00:06:27: Weil wir erwarten dass die Kinder das was man denen beibringt gelernt haben und Kinder mit FASD können aber das erlernte oft nicht abrufen oder können auch viele Reize nicht filtern.
00:06:38: Das heißt sie sind ganz oft Reizüberflutungen ausgesetzt und das führt auch zur Frustration zu einer Reiz über Flutung zu aggressiven Verhalten.
00:06:48: Die andere Sache ist, dass die Kinder in der Regel sehr häufig abgelenkbar sind.
00:06:56: Auch so durch soziale, emotionale, soziale Themen und es dann nicht hinbekommen wieder zu der tatsächlichen oder zur eigentlichen Tätigkeit hinzubekommen.
00:07:07: Sie sind sehr vergesslich, das heißt wenn wir eine Aufgabe stellen kann es sein dass unterwegs also ich meine deswegen ein Beispiel geh mal bitte zu dem nächsten Klassenraum und tu dir das Buch kann sein das Kind geht in die Klasse und weiß nicht mehr was es tun soll.
00:07:19: Das ist so ganz typisch Und das bringt einen natürlich oder stellt einfach tägliche Herausforderungen weil man nicht planen kann.
00:07:27: Die Kinder sind in der Regel wirklich fast alle auf eine Schulbegleitung angewiesen.
00:07:33: oder sagen wir mal anders, es sei ihnen gegönnt dass sie eine schulbegleitung haben um vor Herausforderungen also vor Überforderungen geschützt zu werden um den ganzen sozial emotionalen bereich besser händeln zu können und aber auch um individuelle lernpläne erstellen zu können.
00:07:51: Also reden über ein spektrum und ja man muss die kinder einfach gut kennenlernen individuell kennenlern geeignete Pläne erstellen können.
00:08:00: Jetzt könnte ich mir vorstellen, dass das ja ... Wir haben jetzt über die Betroffenen gesprochen, also die Kinder und Jugendlichen Erwachsene mit FASD für die es schon schwierig ist emotional.
00:08:12: aber was macht das denn auch mit so einer Fachkraft?
00:08:15: Hat es schon mal Leute, die dann irgendwie in der Schulung von den Saßen sagen, ich weiß nicht mehr weiter oder ich verzweifle an diese Aufgabe
00:08:25: tatsächlich viele Aber meistens scheiterte es tatsächlich an der Aufklärung.
00:08:30: Also nach den Schulungen, die wir hier angeboten haben auch hier beim SAB habe ich tatsächlich die Schulbegleiterin immer so erlebt dass sie erleichtert waren.
00:08:40: Gehen wir da mal ein bisschen rein.
00:08:44: was sind denn Dinge die konkret helfen können gerade bei dem engsten Umfeld sei's auch die Eltern oder halt die Fachkräfte im Alltag?
00:08:53: Was sind dann Dinge wo man sagt okay wenn diese Planung irgendwo abgenommen werden muss oder gefördert werden muss, wo setzt man da am Anfang an?
00:09:03: Also erstmal ist es so dass der Tag, der Alltag vorausschaubar geplant werden soll.
00:09:10: Tagesstrukturpläne machen Sinn, viele Dinge zu visualisieren.
00:09:15: Situationen vor und nach besprechen und einfach präsent zu sein.
00:09:20: Also nicht davon auszugehen dass die Person das jetzt wirklich gut auch alleine schafft sondern sich schützend wenn möglich im Hintergrund bin als Ansprechpartnerin weiter fungiere.
00:09:31: Was ich zum Beispiel mal gesehen habe für die Morgenroutine wohnen etwa Bilder von Kleidung Zahnbürste und Dusche aufgehängt.
00:09:39: Darunter waren dann Buttons, die hell aufleuchten.
00:09:42: Wenn sie gedrückt werden.
00:09:43: Pro erledigte Aufgabe durfte ein Button gedrückt werden.
00:09:47: Das kann zum Beispiel im Alltag eingebaut werden.
00:09:50: Viele Methoden für FASD wurden dafür aus dem Teach-Programm übernommen.
00:09:54: Das ist ein international anerkanter Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus-Spektrumstörung.
00:10:00: Die Hauptsache ist aber das Aufgaben sichtbar beendet werden
00:10:03: können.".
00:10:10: und realistische Lernpläne erstellt werden.
00:10:13: Und das Rückschritte.
00:10:15: oder wenn Kinder an einem Tag das Wissen nicht abrufen können, dass es nicht verurteilt wird, sondern dass wir den Kindern damit Verständnis begegnen um das Selbstwertgefühl deutlich zu schützen weil das Selbstwerdgefühl von Kindern Jugendlichen mit FASD ist häufig sehr angekratzt.
00:10:35: Was heißt denn dann eine realistisch Lärmplanung zu machen?
00:10:38: Das klingt jetzt erstmal so Ich achte halt ein bisschen auf die Bedürfnisse und keine Ahnung, nehme ich zurück oder so ein bisschen mit ne Samtanschuhe anfassen.
00:10:50: Aber was heißt das dann?
00:10:52: Dass sich mein Kind gut kennenlerne.
00:10:55: wie viel Zeit kann sich das Kind an dem jeweiligen Tag konzentrieren.
00:10:59: Das heißt einem Lernplan muss auch flexibel gestaltet werden dass der täglich auch wieder verändert werden kann.
00:11:05: aber ein großer Lern Plan könnte zum Beispiel sein Die einzelnen Dinge, die wir machen, visualisieren.
00:11:12: Dass wir Abhacklisten erarbeiten und dass viele Bewegungszeiten eingebaut werden.
00:11:17: Dass es möglich ist wenn das Kind selber eine Überforderung merkt, dass sie sich zurückziehen kann.
00:11:23: Und all das kann man ja in einem Plan gut darstellen.
00:11:27: Und ja, das ist eine Überchaubarkeit.
00:11:31: Vorhersehbarkeit für das Kind stattfindet.
00:11:34: Also dass es dann auch auf dem Tisch liegt oder
00:11:36: so?
00:11:36: Auf dem Tisch lieg ich ne Reizarme... Lernatmosphäre, dass der Tisch nicht ganz voll liegt.
00:11:42: Dass die Schulbegleiterin im Hintergrund ist immer wieder motiviert, darauf aufmerksam macht, guck mal wir sind jetzt gerade da, wir schaffen das, wenn wir das erledigt haben dann steht das an und so weiter.
00:11:53: also das Kind quasi durch den Schultag begleitet aber von dem Plan her.
00:11:57: es ist so, dass es visualisiert werden sollte.
00:12:01: Das heißt ja auch, dass irgendwann bei dem Kind so ein eigenes Gefühl für zum Beispiel Zeit entwickelt werden soll.
00:12:08: Also das man probiert irgendwie okay.
00:12:10: Irgendwann kriegt man vielleicht selber eine gewisse Struktur innerlich hin?
00:12:16: Das hofft man aber die ... also das Gefühl für Zeit und Geld ist bei den meisten Menschen mit FASD sehr eingeschränkt.
00:12:24: Da gibt es Hilfen, die man sich zur Nutze machen kann.
00:12:27: Zum Beispiel ein Tintimer, das so eine bestimmte Uhren ist – wahrscheinlich auch bekannt oder bestimmte Sanduern.
00:12:33: Wichtig ist dass sie am Anfang wenn Zeitgefühl erlernt werden soll immer gleich genutzt wird und nicht mal fünf Minuten gestellt wird, mal auf fünfzehn Minuten oder zwanzig Minuten.
00:12:43: Ah ok!
00:12:44: Immer einen bestimmten Zeitraum einstellt damit man möglicherweise ein Zeitgefühl für das Kind... erarbeiten kann und das zeitliche Strukturierung auch durch Erklärungen erfolgt.
00:12:58: Das dauert jetzt zum Beispiel so lange, als würden wir von hier aus bis zum Schimmart gehen.
00:13:02: So etwas also mit Verwöglichung und einem Erfahrungsschatz zu kombinieren.
00:13:07: Das macht Sinn!
00:13:08: Ah okay, spannend es ist ja irgendwie aber nochmals so Zimmer um die Ecke denken weil ich muss mir jetzt vorstellen dann habe ich irgendwie diesen Plan den hab ich vielleicht schon mal vorher ausgearbeitet einmal in Ruhe dann setze ich den Timetime an sage ich ok erst mal motivieren, sagen ja das schaffen wir jetzt.
00:13:21: Wir machen jetzt das und so und dann, dass dauert jetzt ungefähr so lange bis ich, wenn wir zur Schule laufen morgens, was weiß ich?
00:13:28: Wenn es schon eine Wegbegeleitung gibt oder muss man ja schon ein bisschen sich immer so kann man sich am besten wahrscheinlich morgens aber so einen Plan zu Anekdoten irgendwie aufschreiben und schon das irgendwie wirklich strukturieren, oder
00:13:40: Wenn das individuell ist und wenn das Kind einen Bezug zu diesem Erfahrungsschatz hat, dann kann man das so machen.
00:13:46: Also das Kind gut kennenlernen und welches Zeitmanagement ist für dieses Kind anwendbar?
00:13:52: Das heißt dass die Kommunikation schon sehr wichtig ist aber halt nicht allein nicht funktionieren kann man glaube ich sagen also dass Worte alleine nicht genug sind um wirklich ein Lernerfolg vielleicht zu erzielen oder
00:14:07: Ja, das könnte ich schon so sagen.
00:14:09: Also es ist immer diese Kombination aus Visualisierungen, Struktur und dann halt die Kommunikation, die Migration...
00:14:18: Genau!
00:14:18: Und auch klargesprochenisch Sprache nicht zu viel zu sprechen, weil Menschen mit FASD haben in der Regel ja auch eine Konzentrationsschwierigkeit und suchen sich dann nur einzelne prägnante Wörter raus.
00:14:31: Und denen sie sich orientieren.
00:14:32: Das heißt wirklich eine klare eindeutige Sprache um die Konzentration.
00:14:36: Also letztendlich zu ... Ja schon!
00:14:41: Oh, unsere Herausforderung auch zu oder die Alltagsherausforderungen auch geringer zu halten.
00:14:49: Das heißt, es wird mit Signalwörtern gearbeitet.
00:14:52: Wir machen jetzt das und danach kommt das!
00:14:56: Diese ruhige und klare Sprache hat schon fast was meditatives.
00:15:01: Am besten kann man sich morgens so ein kleines Mantra vorsprechen im Sinne von ich drücke mich konkret und klar aus – also kleiner Spaß aber auch die Kommunikation gehört nun mal dazu in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit FASD.
00:15:15: Was aber auch essentiell ist, ist die Umgebung.
00:15:18: Vorhin hat Deborah schon ein Signalwort dazu fall lassen.
00:15:22: Reizarm!
00:15:23: Der Klassenraum sollte eine ruhige Umgebung sein, wenn es möglich ist.
00:15:30: Das ist schon eine Herausforderung.
00:15:32: also entweder ist man mit der Lehrperson so gut im Kontakt dass man da wieder etwas erreichen kann das man in den Arbeitsraum, den Klassenrahmen für die Kinder Reiz einmal gestalten kann und ansonsten ist natürlich die eigene Person mehr gefordert, also dass man die Schülerinnen immer wieder auf die Konzentration aufmerksam macht.
00:15:56: Bleib mal hier, guck mal.
00:15:57: wir beschäftigen uns damit.
00:15:58: ich weiß du bist abgelenkt aber wir bleiben hier.
00:16:00: Schau mal jetzt machen wir erst das zu Ende dann kommt das.
00:16:03: Also dass man einfach durch die Personen, durch den sozialen Aspekt einer Orientierung zur Verfügung stellt.
00:16:09: Und das ist eigentlich sehr wichtig ist, sehr entscheidend für die Begleitung von Schülerinnen mit FHSG.
00:16:18: Das heißt eigentlich auch dass dann auch die Schulbegleitung im besten Fall weil du das jetzt angesprochen hattest mit der Konstante sein, dass es irgendwie ja so ein Anker geben sollt, dass das am Besten auch möglichst lange vielleicht eine gleiche Schulbeleitung bleibt oder?
00:16:32: Das wäre natürlich optimal, wenn das möglich ist und dass die Schulbegleitung auch geschult ist.
00:16:38: zum Thema FASD.
00:16:40: Was für viele betroffene Kinder dazugehört?
00:16:42: Natürlich nicht für alle, wir können jetzt alles auf alle Kinder beziehen, die hier von einem viertalen Alkoholz drum betroffen sind.
00:16:49: aber für die meisten Kinder gehört es dazu, dass sie eine geringe Frustrationstoleranz haben Stacke Wutanfälle bekommen.
00:16:58: Und diese Wutantfälle können schon einmal sehr persönlich ausfallen, das heißt mit viel Beschimpfung und viel Beleidigung.
00:17:04: Das gehört zur Schulung dazu dass man das nicht persönlich nimmt, dass man sich wirklich ein dickes Fell aneignet.
00:17:11: Auch im Nachklang wie gehe ich damit um wenn ich betroffen war?
00:17:14: Also kann ich das gut verarbeiten.
00:17:16: gibt es jemanden mit dem ich dann nochmal darüber reden kann, dass am nächsten Tag auch wieder neutral mit dem Kind starten kann, ohne Eintrassen und nicht nachtragend zu sein.
00:17:25: Weil die Beziehungsarbeit steht im Vordergrund.
00:17:27: Die Beziehung arbeit und ich nennt es jetzt mal Alltagsbindung den Kind gegenüber um gut durch den Schulalltag zu kommen das finde ich ist ein ganz wichtiger Punkt der angesprochen werden muss.
00:17:37: Ja das war auch so ein Thema was wir mal in einer Folge mit deeskalation besprochen hatten dass es natürlich sein kann je nach Behinderungen es ist ja jetzt nicht nur bei FSD sondern dass es zu einer starken Auseinandersetzung kommen kann.
00:17:53: Zum Glück eher selten im generellen Schulbegleitungsbereich, aber man schafft das aufzuarbeiten mit dem Kind und zu sagen was hat dazu geführt?
00:18:04: Ich bin jetzt nicht sauer, aber das sollte vielleicht nicht mehr passieren.
00:18:08: oder so gehen wir in den Zukunft um Behinderung hat oder halt auch dieses Plan.
00:18:19: oder vielleicht auch reflektierend ein bisschen schwieriger ist, stelle ich mir das schon komplex
00:18:24: vor.
00:18:25: Das ist komplex.
00:18:26: Vor allem dieser Satz, das möchten wir dass in Zukunft nicht mehr passiert.
00:18:31: Das löst natürlich einen enormen Druck aus weil ja das Kind das möchte das ja auch nicht tun und es nimmt sich das auch vor und plant auch tatsächlich im Rahmen seiner Möglichkeiten, dass dieses Verhältnis nicht mehr gezeigt wird aber dann Wenn die Frustrationstoleranz niedrig ist, gering ist der Alltag vielleicht stark belastet war durch irgendwelche Konflikte.
00:18:53: Vielleicht auch schon im Elternhaus man weiß es nicht was alles passiert ist.
00:18:56: dann ist diese Regel nicht mehr abrufbar und dann wird das Kind natürlich trotzdem wütend ausrasten.
00:19:04: Und da ist es wichtig, dass wir das nicht persönlich nehmen und nicht nachtragend sind sondern eher die Haltung haben durch Weiß.
00:19:10: Manchmal neigst du dazu manchmal passiert dir das.
00:19:12: ich helfe dir dabei da wieder rauszukommen.
00:19:14: was hilft dir wenn Du merkst dass du so wütend bist also dass man im Dialog bleibt?
00:19:19: Ja, das ist eine andere Haltung dem Kind gegenüber und keine Schuldzuweisung.
00:19:24: Das Kind ist nicht schuld daran dass es mit dieser Reizüberflutung einfach nicht umgehen kann.
00:19:29: Es ist ja dann auch sehr viel so Perspektivwechsel gefordert weil das ist nur mal ein Nicht-Können und das macht's ja auch so schwierig teils für die Kinder.
00:19:41: traurig selbst sind, dass sie sich so verhalten und das dann so.
00:19:44: dieser Kreislauf ist von ich bin sozial so belastet.
00:19:48: Und dann kann aber wieder nicht und das so sich immer wiederholt und da bringt dann glaube ich auch das ist ja auch dieses Ding, dass diskutieren da glaube ich teils gar nicht bringt, dass man sich eigentlich gar nicht darauf einlassen sollte oder?
00:20:02: Genau, eher dann sagen was jetzt ansteht und nicht was man nicht machen soll.
00:20:06: Sondern wir gehen jetzt aus dem Raum oder du folgst mir jetzt mal ich weiß du ist aufgeregt folgen immer wenn es möglich ist.
00:20:14: man muss natürlich immer gucken hat sich das Kind so weit beruhigt dass es überhaupt wieder in der Kooperationsfähigkeit ist?
00:20:21: ne?
00:20:21: Wenn ein Kind richtig rausrastet dann ist es auch erstmal.
00:20:26: also für den ersten Moment ist keine Kooperationsfähigkeit da, sondern dann müssen wir einfach das auch mit Geduld reinbringen und abwarten bis sich so die erste Schwung beruhigt hat.
00:20:40: Dass jedem Kind mit FASD eine Schulbegleitung gegönnt sei, ist glaube ich nun gut rübergekommen.
00:20:46: Schulbekleidungen können konkret leisten einen Schutzrahmen für das Kind im Schulalltag zu sein – und es quasi anzunehmen wie es ist!
00:20:53: Natürlich muss man mit dem Kind auch arbeiten können aber es ist eben ein gemeinsames Ziel.
00:20:58: Was man schließlich im Kopf behalten muss, ist dass diese Kinder teils schon einiges durchgemacht haben.
00:21:03: Es ist das viele Kinder mit FASD ja auch nicht bei ihren leiblichen Eltern mehr wohnen.
00:21:08: Das heißt es gab auch Trennungsabbrüche.
00:21:12: Die sind in Einrichtungen untergebracht oder leben auch bei Pflegefamilien.
00:21:15: Das heisst die kennen auch Kontaktabbrücke und da muss man auch sehr sensibel mit umgehen.
00:21:21: also weil einfach die Kinder sich bedroht fühlen durch Streitigkeiten, auch wenn sie sehr häufig einen großen Streit entfachen.
00:21:29: Was die aber nicht wollen, reagieren hier häufig sehr sensibel auf Kritik und auch auf Ablehnung.
00:21:36: Und das kann eine große Sorge halt auch hervorrufen.
00:21:39: Und dann die ganzen Verhaltensweisen natürlich auch wieder verstärken.
00:21:42: Also letztendlich ist es auch das Ziel der Schulbegleiterin zu gucken wie halte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten den Kontakt so entspannt wie möglich und wie reduziere ich die Reize, dass die Kontraktionen, die allgemeinen Kontraktion mental und auch körperlich runtergefahren werden um diese kurze Zündschnur nicht noch kürzer zu machen.
00:22:07: Und das ist natürlich eine Vorbeugung was auch Wutanfänger und aggressives Verhalten angeht.
00:22:12: Jetzt könnte ich mir vorstellen, dass es Schubegleitung vielleicht gab oder gibt, die sagen Boah, das klingt total aufwendig diese Strategien.
00:22:20: Ich weiß gar nicht ob ich das im Alltag alles in Anführungszeichen schaffe.
00:22:25: wie gehst du dann damit um?
00:22:26: Ist es denn irgendwie dass du dann auch noch mal so einen Plan sagst womit man vielleicht startet?
00:22:30: oder wie ist denn das Feedback so?
00:22:34: Also man startet mit dem gegenseitigen Kennenlernen, dass man das Kind erst mal kennenlernt und dann herausfindet welche Schwierigkeiten hat das Kind.
00:22:42: Aber ich denke alle Personen die sich als Schulbegleiterin bewerben, die gehen einen Weg und wissen, dass sie Menschen mit herausforderndem Verhalten begleiten werden.
00:22:52: Und ist es jetzt ein Kind mit Autismus-Spektrumstörungen oder einem Kind mit ADHS?
00:22:56: Oder einen Kind mit FASD oder sonstigen Beeinträchtigungsmünderung erfordert das ja einen individuellen Blick.
00:23:04: Das heißt, ich würde schon sagen es ist eine Herausforderung.
00:23:07: aber die Sorge vor der Nicht-Leistbarkeit, die würde ich gerne nehmen weil jeder Mensch mit FASD ist natürlich individuell und da kann man nicht sagen dass alle Kinder sich so verhalten werden.
00:23:22: Es gibt welche, die sehen das als Herausforderungen machen, das gerne begleiten gerne Kinder mit FSSD und für manch andere wird es dann vielleicht eher Ja, vor... ja eine Besonderheit gestellt werden und die müssen sich vielleicht selber noch ein wenig mehr auf den Weg machen und schulen.
00:23:41: Wenn es jetzt so eine Sache geben würde ich meine das ist schwierig für eine Sache aber die man im Umgang mit FHSD oder auch diesen Abstufen von Behinderung verändern könnte was wäre das was du dir wünschen würdest?
00:23:54: In der Begleitung
00:23:55: meinst du zum Beispiel
00:23:57: dass wir geduldiger auf die Kinder schauen Und im Blick haben, dass wir einen gemeinsamen Weg gehen und das Kind für die Verhaltensbesonderheiten
00:24:15: nicht
00:24:17: schuldig machen.
00:24:18: Aber auch wirklich auf die vielen positiven Seiten eines jeden Menschen zu achten!
00:24:23: Also wirklich hinzugucken, wen habe ich denn davor mehr und wo sind die Stärken?
00:24:27: Wo ist das, wo wir gemeinsam auch Spaß haben.
00:24:29: Und was macht uns im Kontakt halt auch aus?
00:24:32: Ich denke wenn wir da mehr hingucken verlieren die herausfordernden Seiten auch mehr
00:24:37: Angewichte.".
00:24:40: Das war Klassenklima – der Talk über Schulbegleitung von SAB Ruhr!
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